Die Musikanalyse

Man Must Dance von Johnossi

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Johnossi © radioeins/Schuster
Johnossi © radioeins/Schuster | © radioeins/Schuster

Das schwedische Duo Johnossi gibt es bereits seit über zehn Jahren. Die beiden Musiker John Engelbert (Gesang, Gitarre) und Oskar „Ossi“ Bonde (Schlagzeug, Gesang) schaffen das Kunststück mit nur zwei Instrumenten raumgreifende Indie-Hymnen zu kreieren. Viel Alben sind bislang von Johnossi erschienen und mit jeder Veröffentlichung wuchs ihre Fangemeinde und die Konzerthallen wurden größer.

Mitte Februar 2017 erschien mit "Blood Jungle" das fünfte Album der Band und im Anschluss gehen Johnossi dann auf große Europa-Tournee, bei der sie am Freitag, den 10. März, in der Columbiahalle in Berlin Station machen werden - präsentiert von radioeins.

Unser Musikprofessor Hartmut Fladt analysierte aus diesem Grund ihren Song "Man Must Dance".

radioeins/Schuster


Fladts Fazit:


Hier hat der sanfte Tonfall mit den ironischen Untertönen im elegant swingenden Tempo und den exquisiten Patterns in Harmonie und Melodie einen doppelten Boden: er kippt immer wieder um in verzerrte Sounds, die dem Alten Affen in uns nicht Zucker, sondern Zunder geben. Sogar den versöhnlichen Schluss lässt das schwedische Duo mit einem Schmiergeräusch enden.

Der Beitrag ist noch bis zum 06.03.2018 00:00:00 verfügbar.