Die Musikanalyse

Fall Over von Banks

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Banks
Banks

Die 28jährige Sängerin Banks hat sich mit nur einem Album und einer Reihe von überragenden Konzerten auf der ganzen Welt ihre eigene musikalische Nische zwischen klassischem Songwriting, elektronischer Musik, kunstvollem Pop und düsterem R'n'B geschaffen. Mit ihrem Debüt „Goddess“ (2014) hat die Kalifornierin ihre eigene Marke erschaffen, die in keine Schublade passt.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen an ihr zweites Album „The Altar“, das Ende September 2016 erschien. Die drei bereits vorab veröffentlichten Singles „Mind Games“, „Gemini Feed“ und „Fuck With Myself“ gaben die Richtung vor. Banks geht ihren Weg konsequent weiter und "The Altar" war Album der Woche auf radioeins.

Am Freitag, den 3. März 2017, spielt Banks im ausverkauften Heimathafen Neukölln - präsentiert von radioeins. Unser Musikprofessor Hartmut Fladt nimmt aus diesem Grund ihren Song "Fall Over" auseinander und analysiert ihn von Anfang bis Ende.


Fladts Fazit:


Das könnte man als Triumph des kreativen Arrangements bezeichnen, auch als Triumph in der Klangfantasie und in der Erfindung von charakteristischen Sounds, die alle "andocken" an Vertrautem, das sie aber ständig neu färben. Genau so verfährt Banks mit den Formeln von Rhythm'n'Blues, Soul, mit Bass-Patterns und mit den vertrackten Asymmetrien im Rhythmus und im Takt. Produktive Verunsicherung!

Der Beitrag ist noch bis zum 27.02.2018 00:00:00 verfügbar.