Die Musikanalyse

Fahr weg von Isolation Berlin

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Isolation Berlin beim radioeins Parkfest © Nina Klippel/radioeins
Isolation Berlin beim radioeins Parkfest © Nina Klippel/radioeins

Isolation Berlin, der Bandname sagt eigentlich Alles. Sänger und Songwriter Tobias Bamborschke bringt in seinen Texten auf den Punkt, wie es sich anfühlt in der Hauptstadt zu leben. Es geht um Wut und Frust, Einsamkeit und Euphorie, Aufbruch und dieses Gefühl immer auf den Sprung zu sein, doch nicht zu wissen wohin. Musikalisch geht es von Disco zu den Velvet Underground, hin zu New Wave bis Indie Rock. In Schubladen lassen sich die vier Musiker nicht stecken. Alles bleibt offen und Trends zu folgen, finden Isolation Berlin nur langweilig.

Am 17.12.2016 spielen Isolation Berlin im Columbia Theater - präsentiert von radioeins - und unser Musikprofessor Hartmut Fladt analysiert ihren Song "Fahr weg".


Fladts Fazit:

Die Fotos/Filme der Gruppe, die ich kenne, haben wie ihre Texte als Markenzeichen eine konsequente schwarz-weiß-Ästhetik. Die Musik verführt dazu, es sich in der Mischung aus poetischer Bildhaftigkeit, Depressivität und und cool provozierender Rotzigkeit gemütlich zu machen, aber: sie findet trotzdem auch immer wieder überraschende Antworten und Kommentare, die produktiv verstören.

Der Beitrag ist noch bis zum 12.12.2017 00:00:00 verfügbar.