Die Musikanalyse

D.A.N.C.E. von Justice

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Gaspard Augé und Xavier de Rosnay alias Justice © Warner Music Germany
Gaspard Augé und Xavier de Rosnay alias Justice © Warner Music Germany | © Warner Music Germany

Das französische Duo bleibt sich auch auf seinem dritten Album "Woman" treu. Trübsal wird hier nicht geblasen, Justice haben einfach unverschämt gute Laue. Mit ihren euphorischen Beats und fetten Grooves zaubern sie jedem ein Lächeln aufs Gesicht. Und das ist ja nicht wenig in diesen trüben Zeiten. Mit Johnny Blake von Zoot Woman, Morgan Phalen und Romuald haben sie sich die passenden Stimmen ins Boot geholt und auch das London Contemporary Orchestra trägt zum Gelingen des Albums bei. "Woman" ist eine Gradwanderung zwischen Daft Punk und Eurodance.

"Woman" von Justice ist das radioeins-Album der Woche und unser Musikprofessor Hartmut Fladt analysiert aus diesem Grund ihren Song "D.A.N.C.E.".

Warner Music Germany

Fladts Fazit:


Der ungeniert debile Text wendet sich direkt an die P-Y-T's, die pretty young things: Hauptsache, gut drauf – egal, was passiert, DANCE. Und die jungen Dinger singen, tanzen, stehen zur Verfügung. Aber: das ist musikalisch, in der Dramaturgie der Sound-Designs, in den Variationen der melodischen und harmonischen Patterns sehr professionell gemacht. Ein wenig zu lang, aber besonders fürs Tanzen in Ordnung.

Der Beitrag ist noch bis zum 21.11.2017 00:00:00 verfügbar.