Die Musikanalyse

Big in Berlin von Die Sterne

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Die Sterne © Robin Hinsch
Die Sterne © Robin Hinsch | © (© Robin Hinsch)

25 Jahre gibt es Die Sterne nun schon und das Bandjubiläum muss natürlich gefeiert werden. „Mach's Besser“, so heißt das Tribute Album für Die Sterne, mit 24 Coverversionen u.a. von The Blood Arm, Isolation Berlin, Stereo Total oder den Fehlfarben.

"Mach's Besser" zeigt auf, dass die Musik der Sterne auch in den Klängen und Stimmen anderer Menschen funktioniert – die Grenzen zwischen Ursprung und Abbildung lösen sich auf. Und das ist ganz im Sinne von Frank Spilker: „Wir haben die Sterne ja eh nie alleine gemacht,“ sagt er, „deshalb ist das auch irgendwie ein Geschenk an unser Umfeld.“

Das Tribute Album "Mach's besser" wird am 10. Februar 2017 erscheinen und einen Tag später feiern Die Sterne im Columbia Theater in Berlin - präsentiert von radioeins.

Unser Musikprofessor Hartmut Fladt analysiert aus diesem Grund "Big in Berlin" von den Sternen.

(© Robin Hinsch)


Fladts Fazit:


Das "Fremde im Vertrauten" könnte als Grundlage dieses Songs formuliert werden, im Text wie in der Musik. Die vertrauten Elemente des Rhythm'n'Blues werden eingesetzt und verfremdet, die vertraute Song-Form erklingt, wird aber durch den Mittelteil (an Stelle Bridge) fast ins Surrealistische verschoben. Diese gekonnt gemachte, attraktive Vielfalt wird mit einer gelassen-freundlichen Stimme präsentiert.

Der Beitrag ist noch bis zum 06.02.2018 00:00:00 verfügbar.