Die Lange Amiga Nacht

Der Sound der DDR

Von 21 bis 01 Uhr live aus der radioeins Dachlounge. Wie bei allen anderen Sendungen aus der Dachlounge sind radioeins-Hörerinnen und -Hörer herzlich eingeladen, bei freiem Eintritt live dabei zu sein.

Die Lange Amiga Nacht
© Die Lange Amiga Nacht (Amiga)

radioeins blickt vom 14. Stock des Fernsehzentrums auf ein spannendes Kapitel der Musikgeschichte zurück: Vor 70 Jahren wurde die Plattenfirma Amiga gegründet. Sie war 42 Jahre lang das wichtigste Label der DDR, bediente alle Soundfarben der populären Musik und brachte Künstler wie Frank Schöbel, Ute Freudenberg, Helga Hahnemann und die Bands Karat, Puhdys, City und Silly hervor. 

Acht Stunden lang wird radioeins den Soundtrack zur 70jährigen Amiga-Geschichte spielen. Wir reden über die Erfolge und die ideologische Ausrichtung der Plattenfirma mit ihren Musikerinnen und Musikern. Live dabei in der radioeins Dachlounge: Dieter „Maschine“ Birr von den Puhdys, Angelika Mann, André Herzberg von Pankow, Thomas Natschinski, Kai-Uwe Kohlschmidt von Sandow, Jan Kummer von AG Geige, Parocktikum-Erfinder Lutz Schramm und der letzte Amiga-Chef Jörg Stempel.

radioeins Musikchefin Anja Caspary und Moderatorin Marion Brasch sind die Gastgeberinnen der Langen Amiga Nacht.

Wie bei allen anderen Sendungen aus der Dachlounge sind radioeins-Hörerinnen und -Hörer herzlich eingeladen, bei freiem Eintritt live dabei zu sein.

Als das Plattenlabel Amiga 1947 in der sowjetisch besetzten Zone unter dem Namen "Lied der Zeit" gegründet wurde, war alles knapp, auch der zerbrechliche Rohstoff Schellack. Über 40 Jahre lang brachte die älteste deutsche Plattenfirma ihre Lieder dann vor allem auf Vinyl heraus.

Das Monopollabel der DDR veröffentlichte über 30 000 Titel auf 2000 Alben und 5000 Singles. Zu den ersten Veröffentlichungen zählten Songs und Lieder von Bully Buhlan, Ernst Busch und Herbert Roth. Jazz, Swing und Schlager prägten die ersten Jahre, dann kamen Chansons und Folklore, später die Liedermacher und vor allem die Beatmusik dazu und schließlich das ganze Rock- und Popmusik-Repertoire.

Amiga war der Sound der DDR, war wie alle Kunstproduktionen ideologisch geprägt in seiner Ausrichtung, Verhinderer von Musik, aber auch immer wieder durchlässig, plötzlich offen für Neues. Und das Plattenlabel war ein Wirtschaftsfaktor in der DDR. 100 Millionen Mark führte der VEB Deutsche Schallplatten jährlich an den Kulturhaushalt ab und subventionierte damit Theater, Verlage und Museen in der DDR.

Neben Künstlern der DDR verlegte Amiga auch heiß begehrte Lizenzware aus dem Westen, etwa von den Beatles, Bob Dylan oder Roger Whitaker. 1993 wurden die Rechte am Amiga-Katalog von BMG Deutschland erworben und seit 2005 ist Amiga ein Label der Sony Music Entertainment.

Sondersendungen

Anja Caspary im Gespräch mit André Herzberg (mitte, Pankow) und Dieter "Maschine" Birr (Puhdys) © radioeins/Saupe
radioeins/Saupe

Die Populären

v.l.n.r.: Marion Brasch, Kai-Uwe Kohlschmidt (Sandow), Jan Kummer (AG Geige) und Lutz Schramm (Vater der DT64-Sendung Parocktikum) © radioeins/Saupe
radioeins/Saupe

Die Anderen

Holger Luckas © rbb/Jenny Sieboldt
rbb/Jenny Sieboldt

Bruderländer

Die Lange Amiga Nacht
Die Lange Amiga Nacht (Amiga)

Blueser

Jörg Stempel
Jörg Stempel

Die Blaue Amiga-Stunde