Mi 08.11. 10:38

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Die Warn-App NINA

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes

Wir bewegen riesige Datenströme und die riesigen Datenströme bewegen uns. Das Netz ist kein reiner Ort des Konsums mehr, sondern eine Plattform für Kreativität und Partizipation. Aus Computern sind Smartphones geworden, aus Läden Preissuchmaschinen. Poesiealben, Vereinssitzungen und Single-Parties werden durch Social Media Phänomene ersetzt.

In radioeins online onair beleuchten Sven Oswald und Daniel Finger jede Woche einen Aspekt dieser rasanten Entwicklung...

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App NINA © Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App NINA | © Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Extreme Wetterphänomene treten immer häufiger auf, dem Klimawandel sei Dank. Alleine dieses Jahr standen viele Straßen in Berlin und Brandenburg unter Wasser, die man sonst stets trockenen Fußes überqueren kann. In Süddeutschland treten häufiger Sturzfluten an Stellen auf, wo man das bisher nicht kannte und damit auch nicht gerechnet hat.  Gut wäre rechtzeitig zu wissen, wenn was kommt und auch zu wissen, wie man sich dann verhält. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine App, die warnt und informiert.

radioeins-Kollege Sven Oswald stellt die App NINA vor.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Download (mp3, 5 MB)


Was ist das für eine App?

Sie heißt NINA (Notfall-Informations- und-Nachrichten-App), sie ist kostenlos für Android und iOS zu bekommen und – das ist ganz wichtig – sie ist kinderleicht zu bedienen.

Was genau macht NINA?

NINA warnt mich, vor Ereignissen die mir gefährlich werden könnten, jeweils an Orten, die ich vorher festgelegt habe. Also nicht nur einfach um mich herum, sondern auch an Orten, die ich vorher definiert habe, also da wo beispielsweise Oma und Opa wohnen, das Ferienhaus steht oder die Kinder auf Klassenfahrt sind.

Was sind das für Ereignisse?

Natürlich warnt NINA vor Katastrophen im größeren Stil und zum Beispiel vor Raketenangriffen, denn das ist ja die Pflicht des BBK – das macht sie schon lange, NINA ist ja nicht wirklich neu, aber NINA wird jetzt auch eingesetzt um beispielsweise vor Unwetter, Hochwasser, Bombenentschärfungen, vergifteten Lebensmitteln, wie im September und NINA hätte sogar bei der Wahl warnen können, wenn irgendwo eine Manipulation vermutet worden wäre.

Wie sieht das genau aus?

Wir gucken mal auf das Smartphone, es gibt gerade eine Bombenentschärfung in Potsdam und Wasserwarnungen für Brandenburg.

Jetzt weiß ich, was ist oder was kommt, aber wie erfahre ich was ich tun soll?

Wenn es Handlungsempfehlungen zu einer Gefahrensituation gibt, werden diese direkt an der Meldung angezeigt, bei den allgemeinen Notfallstipps wird es dann sehr unkonkret, so nach dem Motto "Ruhe bewahren, weiteratmen", aber man wird mit der Homepage des BBK verlinkt, da gibt es mehr Infos, hier könnte man aber wirklich noch mehr machen, ein wenig interaktiver vielleicht, Tipps geben, das Gefühl von Sicherheit vermitteln.