Na sowas! Kann es sein, dass Sie mit einem total veralteten Browser unterwegs sind? Das ist überhaupt nicht empfehlenswert, aus ganz vielen Gründen...
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So wie wir.
Gabor Kolozs ist mal ganz unten und mal ganz oben: erst sozialistischer Vorzeigestudent, dann Staatsfeind, mal ein gut bezahlter Wendegewinner, dann ein bettelarmer Arbeitsloser. Schließlich stirbt auch noch sein Vater, von dessen Einkünften Gabor wenigstens einigermaßen existieren konnte. Sein Vater hatte als Holocaust-Überlebender jeden Monat eine Wiedergutmachung bekommen. Weil Gabor ohne dieses Geld nicht auskommt, lässt er seinen toten Vater weiterleben. Das ist makaber und verwerflich, aber auch komisch. Der ganze Roman balanciert sehr gekonnt auf der Grenze zwischen Komödie und Tragödie, und wie nebenbei erzählt er fesselnd von der ungarischen Geschichte im letzten halben Jahrhundert.
Besprochen von Frank Meyer
György Dalos: Der Fall des Ökonomen
Roman. Rotbuch Verlag,
192 Seiten, 18,95 Euro.
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