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radioeinsDie grüne Berlinale

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Programmrückblick

Die Weltverbesserungsidee der Woche

am Mittwoch, 08.02.2012, 16:40 Uhr

Die grüne Berlinale

Morgen beginnen die Berliner Filmfestspiele. Filmemacher, Schauspieler und Journalisten aus aller Welt reisen nach Berlin. Schön für die Kultur. Schlecht für die Umwelt. Denn so ein Festival ist auch ein Klimakiller. Aber Berlinale Chef Dieter Kosslick wäre nicht Dieter Kosslick, wenn er sich nicht auch darum Gedanken machen würde. Sein Ziel ist: die Berlinale grüner zu machen. Was ist schon passiert?

Frühere Mineralwassersponsoren sind out, seit letztem Jahr ist das soziale Unternehmen Viva con Aqua an Bord. Vor sechs Jahren im Umfeld des FC St. Pauli gegründet, hat sich das Projekt vom Verein zur GmbH entwickelt. Anfangs wurden bei Konzerten und Fußballspielen Pfandbecher gesammelt und der Mehrwert floss in sinnvolle Projekte rund ums Wasser in Entwicklungsländern. Seit 2010 ist das Quellwasser von Viva Con Aqua auf dem Markt und wird bereits zum zweiten Mal in den Berlinalekinos und auf Pressekonferenzen angeboten. Das Viva con Aqua Wasser ist nicht einfach nur irgendein Wasser. 60 Prozent der Gewinne fließen in Projekte zurück, denn die GmbH ist zum überwiegenden Teil im Besitz von gemeinnnützigen Organisationen.

Auch sonst versucht die Berlinale, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Das Ökoinstitut untersucht in einem Prozess bis 2013 die Klimabilanz der Berlinale. Als erstes hat man letztes Jahr in den Büros auf Ökostrom umgestellt und konnte damit die Emissionen um 12 Prozent reduzieren. In diesem Jahr gibt es ein Bahnticket zur Berlinale für 99, - Euro hin und zurück innerhalb Deutschlands, bereits 800 Tickets wurden verkauft. Journalisten mussten sich erstmals online akkreditieren. Die Berlinaletasche ist leichter und aus Biobaumwolle, und bei den Buffets auf den Premierenparties wird zu 90 Prozent auf Fleisch verzichtet.

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Gespräch mit Dorothee Hackenberg

interne Verweise:
Das war die Berlinale 2012 »

weitere Informationen:
www.vivaconaqua.org »
www.berlinale.de »
www.oeko.de »