Mi 25.10. 14:40

Interview

Gisbert zu Knyphausen

Zu Gast im radioeins Studio

Anfang des Jahres veröffentlichte Gisbert zu Knyphausen "Das Licht dieser Welt", einen Song, den er für den Kinofilm "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" von Andreas Dresen geschrieben hat. Am Freitag, den 27. Oktober, erscheint nun das gleichnamige Album.

Christiane Falk zusammen mit Gisbert zu Knyphausen © radioeins/Christiane Falk
Christiane Falk zusammen mit Gisbert zu Knyphausen | © radioeins/Christiane Falk

Nach dem Debütalbum "Gisbert zu Knyphausen" (2008) und "Hurra! Hurra! So Nicht." (2010) gründete Gisbert zusammen mit dem Hamburger Liedermacher Nils Koppruch die Band "Kid Kopphausen". Nach Nils' plötzlichem Tod machte Gisbert zu Knyphausen eine Pause. Danach begab er sich mit der Kid-Kopphausen Band auf eine ausgedehnte Tour, reiste viel, spielte Bass bei Olli Schulz und nahm mit dem Produzenten Moses Schneider und dem Musiker Der dünne Mann unter dem Namen "Husten" eine EP auf. Jetzt ist das Warten vorbei und es gibt endlich neue Songs von Gisbert zu Knyphausen!

Seine Musik ist offener geworden, vielseitiger. Gisbert zu Knyphausen hat neue Musiker um sich geschart und das Korsett des Liedermachers vollends gesprengt, es sind weniger Gitarren zu hören, dafür Vibraphone, Posaunen, Trompeten, Synthesizer und ein Klavier.

Textlich berührt er die Menschen, wie kein anderer. Er geht nie in die Breite, sondern immer in die Tiefe, mitten rein in das Wesen der Dinge. Er hat eine Sprache gefunden für das, was wir fühlen aber so schwer greifen können. Er schraubt einem das Herz auf und den Kopf, gibt keine Auswege oder billige Ratschläge, sondern etwas viel Wertvolleres: Erkennen und Erkenntnis.

Christiane Falk begrüßte Gisbert zu Knyphausen im radioeins-Studio und sprach mit ihm über sein neues Album.

radioeins/Christiane Falk
Download (mp3, 10 MB)


Gemeinsam mit seiner neuen Band tritt Gisbert zu Knyphausen am Erscheinungstag des Albums und einen Tag später im Lido auf. Beide Konzerte sind ausverkauft, aber für das Zusatzkonzert am 12. Januar 2018 im Huxleys - präsentiert von radioeins - gibt es noch Karten.

Der radioeins Talk

Gisbert zu Knyphausen in der Hörbar Rust

38, Musiker

Gisbert zu Knyphausen © Dennis Williamson
Dennis Williamson

Auf einem 23 Hektar großen Weingut kann man sich bestimmt gut verstecken, man kann den ganzen Tag Trauben pflücken und sich selbstvergessen in die Sonne legen. Vielleicht ging es so los, das Leben von Gisbert, der mit seinen Brüdern im hessischen Rheingau aufwuchs, wo die Familie in 8. Generation ebenjenes Weingut besitzt. Etwas unstet probiert der junge Mann mal dies und mal jenes, studiert kurz in Berlin, dann in den Niederlanden um schließlich in Hamburg zu landen und endlich Musik zu machen. Leise, traurig, klug und eindringlich sind seine Songs, gleich das erste Solo-Album 2008 wird bejubelt.

Gisbert lernt den Musiker Nils Koppruch kennen, gemeinsam werden sie „Kid Kropphausen“ und wären es vielleicht bis heute, doch Koppruch stirbt 2012 mit gerade mal 46 Jahren. Eine harte Zäsur. Gisbert zu Knyphausen tourt ein bißchen mit anderen Musikern, schreibt seine Songs und hat sie jetzt, nach 7 langen Jahren, endlich in ein neues Album gepackt. Wir freuen uns sehr über seinen Besuch hier bei uns am Sonntag an der Hörbar Rust auf radioeins.

Dennis Williamson
Download (mp3, 82 MB)