Mi23.08.
13:00 - 16:00

mo-do, 13:00 - 16:00

radioeins

mit Christiane Falk

Christiane Falk

Neue Songs und große Alben, junge Götter und alte Helden – radioeins atmet Musik und Sie atmen mit. Täglich gibt es eine neue Story über das Album der Woche. Dienstags gibt es "Strom und Drang" und am Mittwoch sind wir "Back in Black" mit dem Vinyl der Woche. Und damit, dass hier alle wichtigen Musiker zu Wort kommen, die in, über oder nicht weit entfernt von Berlin und Brandenburg unterwegs sind, müssen wir ja wohl nicht großartig angeben, oder?

15:10
Rubrik telefonverlosung

Album der Woche

To The Bone von Steven Wilson

To The Bone von Steven Wilson
Caroline

Der Ex- Mitstreiter von Porcupine Tree mag es überbordend und pompös. Kein Wunder zählt Steven Wilson doch Kate Bush, Peter Gabriel, Talk Talk und Slowdive zu seinen Lieblingsmusikern. Wie diese, so zeigt auch Wilson gerne seine ganze Experimentierfreude.  Auf „To The Bone“ ist ihm gelungen Pop und Prog-Rock zu einem faszinierenden Ganzen zu verweben, das man aus dem Stauen nicht herauskommt.  Ohne Scheu schichtet er Sound auf Sound, doch alles muss dem Song dienen. Wilsons Ideenreichtum scheint keine Grenzen zu kennen, die Gastvocals von Nitet Tayeb und Sophie Hunger! zählen zu den Highlights und mit "Permanating" hat das Album sogar einen echten Hit.
 
Am 15. Februar 2018 tritt Steven Wison im Admiralspalast auf!
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14:41

Tschechien

Vladimir Remek – der einzige Tschechoslowake im All

Der echte und einzige Kosmonaut von Tschechen und Slowaken heißt Vladimir Remek. Er war der erste Raumfahrer, der weder Amerikaner noch Sowjetbürger war. Im Frühjahr 1978 flog er mit Sojus 28 im Rahmen des Interkosmos-Programms für fünf Tage ins All.

Vladimir Remek an der Sojus 28 vor dem Abflug (Archivbild vom 02.03.1978) © imago/ITAR-TASS
imago/ITAR-TASS

Wie es dazu kam, dass Remek mit ins Weltall fliegen durfte und was aus ihm geworden ist, bespricht mit Christiane Falk mit Peter Lange, ARD-Korrespondent in Prag.

imago/ITAR-TASS
Download (mp3, 3 MB)
14:10

Pop-Kultur 2017 | Ausstellung

Roland Owsnitzki "Keller – 80 Fotos aus den 80er Jahren"

Bis zum 25.08.17 im Hof der Kulturbrauerei

Als wir den Heizungskeller von Roland Owsnitzki betraten, traf uns fast der Schlag. Dort lagen, alphabetisch sortiert, hunderte Original- und Probeabzüge von Aufnahmen. Angefertigt hat sie der 1955 geborene Fotograf seit den späten 70er Jahren auf Konzerten in West-Berlin. Die Abzüge zeigen lokale Gruppen, internationale Superstars, irre Frisuren, besondere Körper und Räume aus einer vordigitalen Zeit.

Sonic Youth (Kim Gordon) im Kino Sputnik, Wedding, 17.04.1985 © Votos - Roland Owsnitzki
Votos - Roland Owsnitzki

Viele Situationen liegen mehrfach vor; die Vorauswahl am Display der Kamera war nicht möglich, gearbeitet wurde immer mit Kontaktabzug und Dunkelkammer – und so überlebten schließlich abseits der Verlagsräume und redaktionellen Qualitätskontrollen zahlreiche rohe, unveröffentlichte Momentaufnahmen. Sie bilden eine atemberaubende Dokumentation der Musik und (Off-)Szene dieser Zeit, die »Pop-Kultur« nun erstmalig in Deutschland zeigt. Die 80 Fotos aus den 80er Jahren wurden gemeinsam mit dem Fotografen ausgewählt.

Über die Ausstellung sprach Christiane Falk mit dem Fotografen Roland Owsnitzki. [mehr]

Votos - Roland Owsnitzki
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13:40

Back in Black

Link Wray S/T

Das Vinyl der Woche

Die CD ist zu tot, das MP3 zu virtuell und ein Privatkonzert zu teuer. Darum feiert radioeins das Vinyl – zusammen mit Volker Quante und Ina Winkels von „Mr. Dead und Mrs. Free“. Jede Woche stellen sie ein Album vor, das nur auf Vinyl so klingt, wie es klingen soll.

Link Wray S/T
Juno Records

Pete Townshend hat seinetwegen das Gitarrenspiel angefangen und Neil Young wünschte sich eine Zeitmaschine, um ihn in den fünfziger Jahren live sehen zu können. Link Wray hat die Gitarre laut, verzerrt und gefährlich klingend gemacht. Sein Instrumental „Rumble“ – im Jahr 1958 ein Top 20 Hit in den USA – klang so bedrohlich, dass sich einige Radiostationen weigerten den Song zu spielen.
 
12 Jahre später zog sich Link Wray zusammen mit seinen Brüdern Vernon und Doug und einigen lokalen Musikern in den Hühnerstall auf Vernons Grundstück zurück, um etwas Neues zu probieren.
 
Link beschloss zu singen – was ihn einige Überwindung kostete, denn ihm musste aufgrund einer Tuberkuloseinfektion schon Mitte der Fünfziger ein Lungenflügel entfernt werden. Außerdem sollte auf den Aufnahmen unbedingt ein Piano gespielt werden. Dumm nur, dass das Piano schon länger im undichten Hühnerstall stand und sich als unstimmbar erwies – die Nässe im Stall hatte es ziemlich schnell rosten lassen. Die Band beschloss einfach ihre Instrumente an den Klang des Pianos anzupassen – und so entstand ein sehr eigenwilliger, aber unverwechselbarer Sound.
 
Das nur „Link Wray“ betitelte Album erschien 1971, war nur mäßig erfolgreich, aber Songs aus diesem Album wurden später von den Neville Brothers, Nick Cave, Calexico und Karl Blau gecovert und das zeigt wie gut diese LP gealtert ist.
 
Das „Light in the Attic“ Label aus Seattle hat das Album nun nach vielen Jahren remastered und im Original ausgestanzten Klappcover wieder herausgebracht.
 
Volker Quante

Juno Records