Letzte Kurzwelle aus Angola

Radio Nacional de Angola
Ein Sendestudio von Radio Nacional de Angola

Radio Nacional de Angola überträgt seine Leitwelle „Canal A“ weiterhin auch auf der Kurzwelle 4950 kHz. Der Sender, dessen tatsächliche Trägerfrequenz etwa 300 Hertz zu tief liegt, bleibt in der Regel rund um die Uhr eingeschaltet.

Diese Ausstrahlung ist der letzte verbliebene Rest des Kurzwellenbetriebs in Angola. Völlig veraltet sind die Frequenzansagen von „Canal A“, die noch immer behaupten, man sende außer auf UKW auch auf „11955, 4950, 1088, 1010, 944 kHz“. Die Frequenz 11955 kHz ist zusammen mit allen anderen Kurzwellen aus Luanda seit Jahren nicht mehr in Betrieb.

Von den Mittelwellen wiederum ist die einstige Frequenz 1010 kHz schon länger Geschichte. Die beiden anderen Sendeplätze wurden inzwischen auf 1134 bzw. 945 kHz korrigiert. Dabei läuft auf 945 kHz nicht „Canal A“, sondern das der traditionellen afrikanischen Kultur gewidmete Radio N'Gola Yetu.

Darüber hinaus werden abends auf 945, nicht aber auf 4950 kHz noch immer Auslandssendungen unter anderem in Französisch und Englisch ausgestrahlt. Diese dürften nach dem Verlust aller Kurzwellenfrequenzen kaum noch außerhalb von Angola zu hören sein, da die Sendeleistung auf 945 kHz nach offiziellen Angaben auf 25 kW beschränkt bleibt, wie es auch auf 4950 kHz der Fall ist.

Zumindest nach diesen offiziellen Angaben läuft der restliche AM-Betrieb in Luanda über eine Sendestation an der Estrada do Mulenvos. Aktuelle Satellitenbilder zeigen dort nur noch Reste der Antennenanlage, die von einer beginnenden Überbauung des Geländes eingekreist sind.

Längst Geschichte sind schließlich die Kurzwellen der Regionalstationen in Benguela und weiteren Städten Angolas, die noch in den 90er Jahren trotz geringer Sendeleistungen zum Teil ebenfalls bis nach Europa hörbar wurden.

 

Autor: Kai Ludwig, mit Informationen von Carlos Gonçalves; Stand vom 19.04.2016

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