Mittelwelle auf Sizilien abgeschaltet

Die Sendestation Caltanissetta auf einer historischen QSL-Karte der RAI (Quelle: air-radiorama.blogspot.com)
Nach dem Mittelwellensender bei Neapel hat der italienische Rundfunk RAI nach Informationen von Luigi Cobisi Ende September 2012 auch die Frequenz 567 kHz in Caltanissetta abgeschaltet.

Damit gibt es auf 567 kHz keine Ausstrahlungen aus Italien mehr, nachdem Ende Februar bereits der Sender Budrio bei Bologna stillgelegt wurde. In Deutschland treten auf dieser Frequenz jetzt vor allem die beiden Sender mit jeweils 50 kW Leistung in Erscheinung, die hier in Rumänien arbeiten. Trotz der mit rund 2000 km bereits recht großen Entfernung macht sich z.T. auch der Sender in Wolgograd bemerkbar, der mit einer Leistung von 1000 kW das Programm von Radio Rossii abstrahlt.

Im September 2012 gab es bereits Presseberichte über die Demontage des reichlich 280 Meter hohen Antennenmastes in Caltanissetta. Wie einem Besuchsbericht aus dem Jahre 1999 zu entnehmen ist, nutzten diesen Mast über entsprechende Antennenweichen sowohl die Mittelwellensender als auch der Sender für die Langwelle 189 kHz. Dieser 2004 stillgelegte Sender hatte eine Leistung von nur 10 kW; Pläne, für die Langwelle einen Großsender zu installieren, wurden nie realisiert.

Ein Zeitungsartikel über die Sendestation Caltanissetta zeigt wiederum eine Doppelkegelreuse für den Kurzwellenbereich. Die entsprechenden, nach 1990 eingestellten Ausstrahlungen waren wie die Langwellenfrequenz vor allem für Schiffe im Mittelmeer bestimmt.

Im Einsatz war hier ein 25 kW starker Sender auf der Frequenz 6060 kHz, die nachts stattdessen über die 2007 stillgelegte Kurzwellenanlage bei Rom lief. Bereits 1985 wurde der ursprüngliche Sender in Caltanissetta durch einen neuen Kleinsender mit nur noch 3 kW Leistung ersetzt. Von vornherein nur 5 kW stark waren die alten, wie die auf 6060 kHz eingesetzten Geräte vom englischen Hersteller Marconi gelieferten Sender für die ebenfalls genutzten Frequenzen 7175 und 9515 kHz.

(Stand vom 04.11.2012; spätere Entwicklungen sind nicht berücksichtigt)
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