Die kanadische Songwriterin ist in Bewegung, wie nicht nur der Titel ihres vierten Studioalbums andeutet. Mal wechselt sie die Laken, mal flieht sie der Einsamkeit, mal bleibt der Umzug nach Amerika eine leere Drohung. Innen wie außen scheint alles anders.
Erstmalig kooperiert sie ausgiebig mit Justin Vernon von Bon Iver, dessen ätherische Gesänge und mehr noch seine diversen Instrumente deutlich den früher eher braven Countrypop auflockern. Diese neuen Songs leben von ihrer Atmosphäre, von der stets etwas abwesenden Verträumtheit ihrer Stimme und von der Aufbruchsstimmung, Change The Sheets ist eine euphorische Aufforderung zum Mitmischen. Mint ist hymnisch und himmlisch, mit Open-Chords-Gitarren und Sha-la-la-Chorus.
Dass sie vor kurzem noch mit Bryan Adams auf Tour war und nun u.a. mit Norah Jones und Mitgliedern von Megafaun aufnimmt, zeigt ihren Willen zu neuen Ufern aufzubrechen. Voyagers ist ein guter Start.