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Numen Nomen Namen

Numen Nomen Namen

Hier finden Sie alle bisher von Prof. Dr. Jürgen Udolph besprochenen Namen (derzeit 2046 Einträge), von A wie Aap bis Z wie Zwingmann.

S

Name Beschreibung Vorkommen/Häfigkeit
s
Sabien Dt. Neuerung von Sabin. Vorname Sabine steckt drin. Stammt aus dem Stamm der Sabinerinnen. 11 x in Dtl.
Sack Sack oft als Straßenname = Sackgasse; jemand, der dort wohnte 3000 x vor allem im Rheinland
Saegebarth germ. Vorname: Siegbert oder Siegbrecht / Sieg=Kampf + bright=hell, glänzend (im Sieg berühmt) 110x bes. Raum Bernau
Sagafe Von "Sagawe" oder "Sagawy". Gehört zu dem polnischen Wort (mundartlich) "saga" - "naugos" und das bedeutet "schräg", "schief" und bezeichnet jemanden, der von unten schräg hoch schaut. 17 x in Dtl.
Sahre vermutlich ein Flurname, zu poln./slaw. "Glut/Brandrodung" 106 x insb. in Sachsen
Saket evtl. persischer Ursprung; wahrscheinlich aber polnisches/tschechisches Dialektwort "Sáket" = Jacke, 11x
Sakreida 37x in Dt./5x Polen/175 Polen mit "ay": einer, der hinter der Grenze gewohnt hat
Sakrzewski von Zakrzewski, "S" ist eine Eindeutschung. Ortsname bedeutet "Hinter dem Busch"
Salesch Aus dem Polniscghen eingedeutscht: Zalesch (za lesch, was soviel bedeutet wie: hinter dem Wald). Vorfahre war sozusagen ein Hinterwäldler. 21x in D
Salomon hebräisch: "Der Friedfertige", dieser Name wurde aber nicht nur von jüdischen Familien getragen. 2376 x
Sambill Aus Polen stammend. Poln. Im Poln. Bedeutet "sam" -Zahn. Eventuell auffälliges Gebiß? 54 in D.
Samol häufig in Polen, auch in Abwandlungen, evt. Vom polnischen Samuel = von Gott erhört. 158x
Samulowski kommt von Samuel, Name über 3000 Jahre alt; 17x im polnischen, 16x allein in Allenstein, 1x in Suwauki; in Amerika gerne Sam aufgrund der puritanischen Tradition alttestamentliche Namen;
Sanderbeck ein kleiner sandiger Bach, kommt aus Norddeutschland, kein Ortsname
Sandfuchs Verhochdeutschung von ndt. Sandvoss: Streitfall unter Namensforschern, es gibt mehrere verschiedene Deutungen. Prof. Udolph favorisiert: Einer der im Sand wohnte war ein Sandvoss, im Gegensatz zum z.B. Waldvoss, der im Wald wohnte. 53x
Saritz Grundlage ist Ortsname Säritz (nahe Calau) 14.12.
Sartorius latein. Übersetzung des dt. Namens "Schneider", galt als vornehm, den Namen in diese Richtung zu verändern
Sasse Sachse
Saupe sächsischer Name, mhdt.: slawischer Edelmann, Fürst, Verwalter eines Gutes von Supa, aus "u" wurde "au" bedeutet: Gau, wahrscheinlich Entsprechung zum dt. Schulze
Sausel baltischer Ursprung: sausalis; sausis/sausas=trocken, dürr, kalt, frostig... Auch: "einer, der mit leeren Händen kommt und nicht freigiebig ist", "einer, der keine Schmiergelder zahlt"!
Sausse Hugenottischer Name mit zwei möglichen Deutungen: altfranzösisches Wort für Weide, oder: Sauce (Salzsauce) 9 x in Dtl.
Sawade a.d.polnischen Familienname: Zawada 11686 x in Polen , 1410 z.1.x erwähnt, poln.Verb: zwadiacki: rauflustig, händelsüchtig, zänkisch, auch draufgängerisch mehrere 1000
Schaardt 125 Mal in Deutschland. Norddeutsche Name. Bedeutet Riss oder Rostpfanne bzw. Koch
Schabram Ostpreußen. Berufsübername: Schaber. Berufe: Bartscherer, Messingschaber, Kupferstecher, Tuchschaber. 152x
Schabrau vorne deutsch, hinten polnisch: von "schaben", entweder Friseur oder Abdecker
Schächtele Wahrscheinlich aus dem badischen, der Schachtelmacher, der Schachtelhändler. 153 x
Schachtschneider ndt./niederl.: "Schacht" ist eine lautmalerische Veränderung von "Schaft", einer der Schäfte für~ bzw. Waffen herstellt
Schaden aus Österreich: schädlich, feindlich, böse - evtl. auch: Schatten 209x
Schaffrik deutsch-slawische Mischform; slawisch, sorbisch, schlesisch gemischt mit Schaffer (Deutsch) = Anordner, Aufseher, Verwalter 32x
Schäpe mndt.: Schepe, bedeutet Schöffe 296x
Schaphoff ndt.: Schap=Schaf / Hoff=Hof, kam von einem Schafshof, vielleicht ein Schäfer
Scharath 2 Möglichkeiten: 1. Alter dt. Personenname: Skarhard = harte schneidende Waffe; 2.slaw./poln. für "grau", früh ergraute Haare 2x, aber 476x in Polen
Scharbert aus Mähren in Tschechien - altgermanischer Vorname - von Scarabert; Scara = schneiden und -bert = berühmt; Vorfahre war wegen seiner Waffe berühmt 186 x
Scharlach Konzentration Thüringen und Nord-Baden.Umgedeuteter Name von Scharlatt, Verkäufer oder Hersteller eines hochroten Wollstoffes
Scharnhorst Ort Scharnhorst bei Hannover, erstmals erwähnt 1254, scharn= engl.+mittelniederdeutsch: Sumpf,Morast, Dreck, horst: norddt.:kleine Erhebung über feuchtem Gebiet, bedeutet soviel wie: trockene Stelle in einem Sumpf 250 x in D.
Schätzchen Ein allerseits wohlgelittener Mensch, äußerst liebenswürdig, erster Beleg 1157 (Schatz = Vieh)
Schauf dialektal aus dem Rheinland bedeutet "Schauf" "Stroh", Vorfahre hat Strohdächer gedeckt oder war strohdürr
Schazmann-Kossick Schaz: alt- u. mittelhochdteutsch für Geld; Schäter, Steuerneintreiber. Kossick: sorbisch für "Amsel" Schazmann 14x
Schebeko litt.: Form von Sebastian, bedeutet: Der Ehrwürdige 6x
Schebsdat Ostpreuß. von Zebedeus, Sohn des… = das Geschenk Gottes
Schee genannt Halfmann "Schee" ist ein Ortsnamen (von Scheid) und bedeutet Bergrücken. Vorfahre wohnte an einem Bergrücken. "Halfmann" = "Halbmann" und bedeutet, das Vorfahre ein Pächter war, der die Hälfte seines Ertrages abgeben mußte. 21 x in D.
Scheer süddt.: Maulwurfsfänger oder einfach nur Barbier, Friseur
Scheil ndt.: scheel = schielend 780x
Schellhase Schellig - bedeutet zornig oder ängstlich aufspringend und Hase - steht für flinkes Tier. 616 x in D.
Schellin Eingedeutschter Ortsname: Skalin; von Skalla = Schlucht, Höhle, Steinbruch... (Vertiefung in der Landschaft)
Schematus Latinisierung des Namens mit Endung -us: schemat (litauisch): Schemata / Schamata und bedeutet ein leichtgläubiger, kleinlicher Mensch, unnützer Schwätzer. 2x in Dt.
Schenker Abgel. vom Schankwirt, Mundschenk
Scherhag von Scherhacken = Werkzeug der Tuchscherer
Schermer Schirmer wird im Dialekt umgewandelt in Schermer, bedeutet: mit dem Schild Hiebe auffangen, fechten. Bei Schaufechtern. 766x
Schieche Mittelhochdeutsch: Schühchen, lustige, kleine Füße oder Schuhmacher 132x
Schiege aus Schlesien: schief, verkehrt; "der mit den Füßen vorne einwärts/auswärts geht" 45x
Schierhorn Ortsname; Horn: Vorsprung, nach vorne ragen / Schier: sauber, rein, glatt, eben (erhöhte Stelle, die in einen Sumpf ragt und nicht bewachsen ist)
Schild häufig im Westen u.Süden für 3-eckiges Flurstück, häufig auch als Hausname, am wahrscheinlichsten vom Schildmacher
Schildbach Ortsname: Schilbach im Vogtland schrieb sich 1493 "Schildbach"
Schily niederdt.:scheel-Schielen, der Schielende oder von Schilling
Schimkat Litauischer Familienname, vom hebräischen "Simon" abgeleitet. Schimkat = zur Sippe des Simeon gehörig und bedeutet:der von Gott erhörte.
Schimmelpfennig Vorfahre: Geizkragen, der Geld so lange, liegen läßt, bis es schimmelt 24 x in D.
Schimroßik poln. Form "szymroszczyk", dt. Form "Simrok" bedeutet "Siebenrock", die dt. Form wurde auf poln. verkleinert mit -zyk, gesprochen -ik, wahrscheinlich der Name für einen Schneider, jemanden, der Röcke verliehen hat
Schimschar Schimscha - "r" wurde wohl später hinzugefügt. Name ist eine Ableitung von Simson, was eine Weiterentwicklung von Simon ist. Stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "der Erhörte". 25x in Dt.
Schippan geht zurück auf 1. Märtyrer der Christenheit, den Heiligen Stefanus (griech. = Kranz, Krone) / slawische Form: stepan u.a. / deutsche Vereinfachung: schippan 87 x in Dt.
Schippke Sorbischer Name. 3 Möglichkeiten A: schippka - Pfeilmacher, aber auch "schnell wie ein Pfeil". B: Hagebutte. C: Personenname: Stephan - Stephanus. 75 x in D.
Schiratis ungelöst 7x
Schirmack Polonisierung eines dt. Namen: niederdt. und bedeutet Geschirrmacher (für Pferde) aufgezeichnet.
Schivelbusch Ortsname im Bayrischern Land Schivelbuch, von der Bodennutzungsart "schiffeln", eine landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsart, das Abhobeln der Bodendecke
Schlafen Name a.d. Rheinland, von einem Flurnamen abgeleitet: "Schleife", "(Holz) schleppen/schleifen" 21x
Schlappa ?
Schlappa abgel. vom Wort für Hut (Schlappe); obersorbisch für Fetzen, Lumpen, liederliches Frauenzimmer; im posener Deutsch = große Schnauze
Schlichthörl schlicht bedeutet "glatt" / hörl bedeutet "Haar" (glattes Haar)
Schlicke Sippe ist aus Sachsen (Lit.: Schwarz: Sudetendeutsche Familiennamen); ursprgl.: "Slick" = " der Schneider// Name wohl aber abgeleitet von "schlecken"; d.h., Schlicke heißt so viel wie, der übermäßig viel isst und trinkt = "Fresser"/ 200 in D.
Schlingensief Schlingensiepen ist häufiger, kleines schleimiges Bächlein in Windungen, "Schlingensiepen" gibt es noch als Ort im Ruhrgebiet 31x
Schlittermann ndt.: Schlitter ist eine endrundete Form von Schlüter, bedeutet "Der Schließer", jemand der etwas abschließt und darauf aufpasst...
Schlizio ein baltischer Name, wahrscheinlich Ostpreußen, ist eine Ableitung von Schlizis und bedeutet Schnecke - der Vorfahre war wohl etwas langsam
Schlodt ndt.: Slot, zw.2 Grundstücken gezogener Wassergraben 12x
Schlöffel Gehäuft im Zentrum Thüringens. Schlaffer, fauler Mensch, ungebildet, träge. Ein Müßiggänger... 300 x in Dtl.
Schlünz v.schlünzig: Faulenzer, v.schleunig:eilig, slaw.: Ortsname: Schlunzig 299x in D.
Schlupp 2 Bedeutungen. 1. polnische: Pfosten, Pfahl, ein Mann, wie ein Baum, oder 2. deutsche: rheinändisches Wort: Knoten mit herabhängenden Schleifen 284x
Schmah Streuung: Brandenburg und Rhein-Main, kommt aber aus Güstebise in Brandenburg - früher Polen, Gozdowice, schmächtig, schmächtig, klein, gering. 63 x in Dtl.
Schmalzigaug hat zwei Bedeutungen, 1. Schmalz- von frühere Bezeichnung für fruchtbares Land u. -au von Aue, Land am Wasser, 2. von Augenbutter, Absonderungen aus dem Auge
Schmeckenbecher Satzname, d.h. aus einem Satz zusammengesetzter Name; aus dem Süddeutschen, schmecken + Becher, evtl. Sinn: Weinprüfer oder Weinliebhaber/Säufer
Schmeiser Bedeutung variiert: Ein Tiererleger, der Erdolcher, ein Musikspieler der ein Schlaginstrument gespielt hat.
Schmetjen kleiner Schmied, friesisch: Schmetje 7x in D.
Schmiade event. wurde aus dem "n" ein "m", in diesem Fall: poln v.Schniada: hellbraun, gelbbraun, etwas dunklere Hautfarbe
Schmidtkanz Mittelfranken: "konz"=Konstantin=Kunst,kühn
Schmiel slaw. miehl ("s"fällt weg): lieb, teuer und gut
Schmücking mhdt.: -ing. ist eine partonümische Bildung von Schmuck, geschmeidig, biegsam, schön, zierlich
Schnapper schnappen,ergreifen, aber: mdhdt.: plaudern, schwatzen, eindeutige Bedeutung: Schwätzer 6x
Schnartendorff verschwundener Ortsname? Bei Ückermünde 2x
Schnau dt. "schnöde" im Sinne von "arm" oder holl. "Zweimaster"
Schneekönig ost-mitteldt. für Zaunkönig; sich freuen wie ein Schneekönig = herumspringen, singen wie der Vogel - 20x in Dtl.
Schneemann niederdt. Schneede = Grenze; Grenzmann. Oder: evtl. Ortsname: Schnee/Schneede/Schneen, also Grenzamtmann 789x
Schneemann vom Ort Groß Schneen - der Mann aus Schneen; Ortsnamen ist ein alter Name der Leine - vorgermanisch; altes Wort für fließen 789 x
Schneevogt mittellat. vokatus - advokatus = Bezeichnung f. verschied. Beamte, Schnee im niederdt. Schneede=Sneede=Grenze
Schneithorst Schneit s. Sneede=Grenze; Horst = leicht erhöhte, trockene Stelle in Sumpfgebiet; bezeugter Ortsname: "Schneidhorst" -- vermutl. kamen Vorfahren daher 21x
Schnörpel niederdt.: Snor=Schnur, Piel=Pfeil, laß den Pfeil abschnurren
Schnorr Hochdeutscher Name, Nebenform von Schnurre, schnurrende Geräusche, bezieht sich auf die Sprechweise. 640x
Schnuchel poln. Verkleinerung von Snoch, "-ch" ist eine Koseform, Snovid = Traum
Schodder schaudern => schütteln => zittern, beben: evtl. von der Krankheit Schüttellähmung, Vorfahre ist durch sein Schütteln aufgefallen - körperl. oder berufl. bedingt
Schoisingei Schois = schieß, Gei=Geier (Schieß den Geier)
Scholich Streit in der Wissenschaft, es gibt 2 Deutungen: 1. Poln. Scholla (Aufzug) / 2. Poln. Skauer (Stein oder Fels), hat vielleicht an einem Stein oder Fels gewohnt 142x
Schomerus Grundlage ist ein hebr. Name mit lat. Ende: Ursprung war altdt. Name: Köster = Küster = Kirchendiener. 116 x in D.
Schönbeck Herkunftsname. Ortsnamen: Schönebeck bei Magdeburg z.B. / "beck" Wort für Fluß und Name bedeutet deshalb: ein schöner, heller oder klarer Bach. 688 x in D.
Schönhofen Örtlichkeitsname: Ein Hof an einem schönen Ort
Schönstein schön + stein => Ortsname 6x in Deutschland (u.a. Bayern, Schlesien), evtl. Bezug auf Edelstein, oder auch ursprgl. "Schornstein" 350x
Schönwelski Schönfeld, Schönfelski, deutsch-polnischer Kontaktname; Vorfahren kamen aus Schönwalde, ins polnische übertragen zu Schönfelski 11x
Schönzart zart=mhdt.: Liebling, Geliebter; schönzart also schöner Geliebter, zweite Möglichkeit: Name wurde abgewandelt, eingedeutscht, Hinweis auf poln. Namen, der "unfreundlicher Mensch" hieße 43 x
Schöpphörster schop: Schuppen/horst: trockene Stelle in feuchtem Gelände 13x
Schorcht altes Wort für Schumacher aus dem Alt englischen sehr alter Name 13 x in D.
Schrabbe Schrabback o. Schrabbeck = sorbische Name = Schaber und bezeichnet eine Person, die mit einem Kratzeisen arbeitet. Vorfahrer war wahrscheinlich Wollkämmerer. 8 x in D.
Schröck Von Schreck, weil sich ein erschreckender Mensch auch körperlich bewegt, der Vorfahre war ein schneller, beweglicher Mensch
Schröder der Schneider, abschneiden
Schroiff i = o ist lang, schroffe Stelle, (örtlicher Herkunftsname) Name eines Bewohners,der an einem rauhen Hang im Rheinland wohnte
Schröter mdhdt.: Schneider, Kleidermacher
Schuetrumpf 1. Niederdt.: Der "Rump" ist ein Bottich - Korntrichter in der Mühle und "Schütte" = in den Trichter schütten = Müller. 2. Totengräber, entstanden in der Pestzeit: "Schütterumpe" = der, der die Leichen entsorgt. Wahrscheinlich aber eher 1.! 251 x in D.
Schuflitowski "schufla" (sz-aus dem Polnischen) - Schaufel. Vorfahre hat mit der Schaufel gearbeitet. 1 x in D.
Schülner "schülle" = Erdhaufen, Erdscholle - Grober Bauer, der auf klumpigen Erdhaufen sitzt oder von "schülner" = Schuhmacher
Schulwitz Vorfahren stammen wohl aus Schulwitz (Wahrscheinlicheketi liegt bei "99,9 Prozent" (Udolph) nord-östl. von Dresden (Pillnitz/ Weißig); ist wohl ursprünglich ein slaw. Orts-Name "~witz" ist verdeutschte Form von "~ice" (slaw.)/ Bedeutung "Siedlung des ..." 144 x
Schupke ostmitteldt.: Schuppa=Schaufel, Endung "-ka" ist eine Verkleinerungsform, bedeutet: Mensch mit einer kleinen Schaufel
Schurgott Möglicherweise : Schafschur-Gott? Spreewald, sorbisch? Slawischer Name, stammt von niedersorbischen -schurkodatz- gern zwitschern, liebkosen (im Zusammenhang mit dem anderen Geschlecht).
Schurkemeyer Meyer = Verwalter, Schurke = ein Mensch langsamen Ganges und gemächlichen Wesens. 3 x in Dtl.
Schuschies Baltischer Ursprung. Schiusch - litauisches Wort, das das Sträuben von Haaren bedeutet. Vorfahre war wohl ein Struwelpeter. 53 x in Dtl.
Schwagerus Ostpreußen Schwerpunkt. Baltisierung des deutschen Wortes Schwagers. 70 x
Schwandke evtl.v.Schmand= Milchrahm,Sahne, aber wahrscheinl.: poln./slaw.: smetnie(spr.smentnje) =traurig,wehmütig
Schwanenstecher Vorfahre war Tierkastrator, wahrscheinlich für Schweine
Schwebs Ortsname: Schwibus (Nähe Fft/O.)
Schwedka
Schweers Das "s" = Genitiv eines Personennamens, nordseegermanische Variante, zwei Elemente Schwind= stark/ ungestüm und her(s) fast 1000
Schwegler süddt. Name: Flötenbläser, von "swegele", heute noch in bayr./schwäb. Dialekten; s. Grimm ca. 100x
Schweim Zentrum:H amburg-Lübeck. mittelniederdeutscher Namen. Sich schwankend, taumelnd fortbewegen, schwindelig. Seemann. 174x
Schweimert von Schweimer (122x), schweimen=schwanken oder schweben, ein sich ständig in Bewegung befindender Mensch 5x
Schweinhardt alter Flurname, hardt=harz, wahrscheinlich von Schweineweide 60x in Deutschland
Schwellnus Vorfahren aus Memel in Litauen, daraus folgt litauisch: adj = weich anzufassen, milde, sanftmütig
Schwentesius von Schwantes=Schwänden= Brandrodung, Schantesius-Schanz/ ein Pastor
Schwenzien Ortsname an der Müritz/Mecklenburg-Vorpommern; slaw. Name, 1230 erwähnt, vom slaw. Wort für heilig, Ort nach einem Heiligen benannt 10x
Schweppe genau wie die Getränkefirma Schweppes, niederdeutsch von Schweppe - Peitsche, kommt vom Kutscher 381 x
Schwetje ndt. Personenname mit Kurzform -je, germanischer Stamm: Swith, bedeutet "stark", "kräftig", "durchsetzungsfähig" (bei Zoder)
Schwidigoll balt.: Schwidus= hell glänzend / goll= kräftig
Schwienke ndt.: von "Schwein" (war Schweinehirt oder Schweineschlachter)
Schwill Zwei Möglichkeiten: Aus dem Litauischen -swillis- = Aschenbrödel oder aus dem Deutschen -schwiele- , dann war Vorfahre eine hart arbeitender Mensch. 366x
Schwirkslies Litauen = flöten, mit gespitzten Lippen pfeiffen 20x
Schwirzke sorb.: schwerz= Grille, Heimchen; Spotname für kleine magere Leute
Schwittai bei den Mormonen zu finden, aus Ostpreußen und Pommern; Ableitung: Switaj, heißt: Morgenröte, -dämmerung; einer, der den Tag früh begonnen hat/gearbeitet hat 17 x in Dtl.
Schwuchow Familie stammt wohl aus dem nördl. von Stolp a .d. Ostsee gelegene Schwuchow (heute polnisch: Stolp= Slupsk; Schwuchow=Swochowo); zweite Herkunfts-Mglk.: Schwochau bei Lommatzsch (Sachsen); Name von polnischen Personen-Namen abgel. "Swoi" = sein eigener
Schwuttke schles.: poln. "a" wird schles. "o", heißt "Heiratsvermittler" oder "Brautwerber"
Scroblin Zuwanderung aus dem Osten: Litauischer Name. Bedeutung: "Die Weißbuche"... der an der Weißbuche lebt. 104 x in Dtl.
Scrock Skrock 33x in Dt./1662x in Polen / skrok=der Paßgänger
Seek ndt.: von siech (krank, schwach, gebrechlich, aussätzig) 87x
Segieth Ortsname Segieth nördl. von Beuthen / Polen 36x/458x im poln. Telefonbuch
Sekanina slaw. Zerhacktes, Zerkleinertes (Vorfahre war wahrscheinlich Schlachter oder Fleischer)
Sekula schles.: seculum (das Jahrhundert), Vorfahre war vielleicht ein fleißiger Beter 146x
Seliger glücklich, gut, fromm, heilig, ein guter, glücklicher Mensch
Sell sdt. (Gsell) von "Geselle", bedeutet auch Kaplan oder Unterlehrer
Selmons max. 20 - 30x auf der ganzen Welt!!! Litauische Form aus Selmonats. Übernahme aus dem Lit. ins Dt. = Seelmann. Bedeutung: Ndt. Seil (Seel) , also der Seilbinder. 8x in Dt.
Semrau geht zurück auf einen der 2 Ortsnamen in Pommern entweder Semerow und Semmerow, heißen heute Zabrowo und bedeuten: Vorfahr kommt aus einem der beiden Orte 972x
Sendsitzky Sedzia=der Richter in Polen 492x
Senf kommt vom griech. "sinapi"; ist das Wort für die Gewürzpflanze Senf; P wurde zu f; daher Senf; ursprgl. Wort für Senf stammt aus einer anderen Sprache -welche, das ist bis dato unbekannt
Sengespeick Satzname, seit 1555 in Brandenburg belegt, bedeutet: sengen ("durch Feuer roden") + Speik = Speck, also: "brutzel den Speck", Name für einen Koch ODER: Speik = Speck = gesengte Holzbohlen
Seraphin aus dem hebräischen, 6-flügliger Engel, mit "f" statt "ph" sehr oft in Polen - bedeutet: die Brennenden, Leuchtenden, gemeint sind die Engel 134 x in Dtl.
Servatius Lat. "servatus" = gerettet, geht auf einen Heiligen zurück: Servatius - Patron von Maastrich. 271 x in D.
Setzefand Satzname = Verb + Objekt: Setze das Pfand. Bedeutung: Jemand, der leichtfertig mit seinem Besitz umging... 23 x in Dtl.
Seyerlein zugrunde liegt altertüml., männl. Vorname Sigiheer (s. Sieg und Heer); er wurde mit Verkleinerungs-Suffix -lein versehen... (="der kleine, liebe Sigiheer") 45x
Sickmüller Sick, Sieg- = Dialekt für "Bachlauf", kleines Tal... Mühle an diesem Wasser -> Sickmüller 150x
Siede ndt.: Seide, Vorfahr war Seidenweber 259x
Siedentopf Aus Niedersachen. Niederdeutsch für Seidentopf. Sagt man von jemand der ein wenig überheblich ist. 435x
Siegert Zentrum des Namens ist in Sachsen zu finden. Siegert ist ein alter Vorname. Ableitung von 'Sieghart'. Bedeutung: einfach die Zusammensetzung aus den Wörtern 'Sieg' und 'Hart'.
Siegmund alt-german.Name, 2000 Jahre u.älter,1.Jhd.nach Christus: Siegimund, sohn d.Segestes (Verwandschaft zu Arminius, der 9n.Chr.die Römer schlug im Teut.Wald, mund=Schutz/Vormund, altnordisch: mund=Hand/Schutz
Sieptroth aus Thürigen - ein Herkunftsname, der Ort existiert nicht mehr 32 x
Siestrup siehe Groß-Siestrup
Sievers von Siegfried, Sieg + Frieden
Sieweke ndt.: Koseform von Siegfried (Sieg und Friede)
Simmchen Verkleinerungsform zu Simeon (Bibl. Name. ). Hebräisch und bedeutet Erhörung. 84 x in D.
Sington Siebenbürgener Ort Singatin ist evtl. Namensursprung. Oder England: Ortsnamen mit Endung "ton"=Siedlung/Town,
Siol Polnischer Name: Siola. Geht auf slawisches Wort zurück, was "Dorf" bedeutete. Vorfahre war wohl einer, der aus einem Dorf kam. 140 x
Sisenop 31 mal in Deutschland am meistens in Detmold. Keine Spur in Polen. Seit 1600 Jahrhundert in Region von Detmold. Kommt vielleicht von Käsenapf oder Todeslied.
Sitarz 4560 x in Polen. Endung -arz- bedeutet eine handelnde Person und -sito- ist das Sieb. Vorfahre war ein Siebmacher. 34 x in D.
Sixtus Entlehnung aus dem Griech (bed. u.a. abschaben).Zur Verbreitung des Namens haben die Päpste Sixtus beigetragen. Hat nichts mit dem Lat. Sextus = der Sechste zu tun. 96 x in D.
Skambraks Balt. Name: Skamprakas - Bedeutung: Spielmann, Pfeifer. Litauischer Familiennamen. War auch ein Ortsname.
Skehr kommt aus dem Baltischen: "Heuschrecke", (slaw.: "skore",schnell (Springinsfeld, Luftikus), im Deutschen auch: Schere Dich weg!
Skolaude tschechisch/polnischer Ursprung von "Skoluda" = Sparer, Geizhals; Endung -laude ist Eindeutschung 35x in D.
Skommeda sorb.: Skomuda = Versäumnis; jemand, der immer zu spät kommt
Skorubski vom poln. Wort skorupa = Schale, Rinde, Kruste; oder auch "vernarbt", vernarbte Haut 12x, 57x mit p, viel mehr in Polen
Skrabania skrobatz (poln.) bedeutet kratzen, scharren, schaben; ein Geizhals vielleicht oder etwas anderes, was gekratzt, geschabt, gescharrt werden kann...
Skripczyck/ Schreiber (eingedeutscht) weder Schreiber, noch Sievert, noch Steinhoff - sondern müßte im dt. eigentlich "Fiedler" heißen - Musiker, Geigenspieler 1x
Skujin littauisches Wort Skujia = Kiefern oder Tannennadeln tragend, stachelig... 3 x in Dtl.
Slopianka Polnisch: "Slop" bedeutet Fußangel, Tierfalle, Fuchseisen. "Slopka" bedeutet die Stelle, an der die Fallen ausgelegt wurden. Und Name weißt daraufhin, dass Vorfahre in der Nähe solcher aufgestellten Fallen gelebt hat. 115 x in D.
Smeilus bedeutet: spitz, naschhaft, 90 Eintragungen i lit. Namensbuch
Smentek Polnischer Name und heißt Trauer oder Wehmut. Vorfahre war wohl wehmütiger Typ. 152x in D.
Smolibocki slaw. Smola=Teer, Pech /bocki=Seite
Sobback Sorbisch. Kurzform von "sobeslav"= zu sich selbst gehörig, unter sich sein 86x in D.
Solyga Polnische Abstammung von Sole - Salz , wahrscheinlich war Vorfahre Salzsieder. 16 x in D.
Sommer aus Westfalen: Mensch, der s. im Sommer wohlfühlt. Oder: Sommer als Ort (z.B. Sömmerda), die Seite am Berg, wo die Sonne hinscheint. Oder: westfälisch: Sommer=Dicker Balken, übertragen: Grober Mensch 7x
Sommerfeld a)Herkunftsname:jemand hat am Sonnenfeld gewohnt, b) Ortsname Sonnenfeld 1.)Oberbyaern Weinheim, 2.)Ostpreußen bei Mehlsack
Sonchocky-Helldorf poln.: Sachocki, Ortsname: Sachocin (östlich von Warschau) einer aus dem Ort... 7 x in Dtl.
Sonnenstädt Der Name kommt aus Thüringen. Sonnenstädt ist ein sog. Örtlichkeitsname. Der Vorfahr wohnte an einer sonnigen Stätte. Meistens Südhanglange. 9x
Sontner von "Sund"/ Süden (beides stammt von niederdt. "Suden"); Vorfahre war einer, der nach Süden hin siedelte bzw. wohnte 0x in Deutschland(laut Tel.CD 1998!)
Sorge könnte Ortsname "Sorge" (Harz) sein; wahrscheinl.: Charaktereigenschaft => Vorfahre war "Sorgenbeladener" oder im Gegenteil "ohne Sorge" 28x in Polen, v.a. Kattowitz, >1000x in Dtl.
Soujon Hugenottenname, der durch Flucht in den Westen kam und nach Gehör dort falsch geschrieben wurde: es gibt viele Variationen von dem Namen - Urform war: Sougeon/ Saugeon, was abgeleitet von frz. "Weide" ist und bedeutet, dass Vorfahren an einer Weide gelebt haben. 91 x in D.
Soyka Poln. Abstammung, nach Vogel "Eichelhäher",der kreischende Stimme hat. Bedeutung vermutlich Mensch,der ähnliche Stimme hatte. 292 x in D.
Sparfeld Poln.Ortsname: Sparrenfelde, (Möglicherweise kommt "Spar" von "Sperling"
Spaude Litt.: drücken, pressen, drucken; Vorfahr hat eventuell Obstsaft hergestellt
Speck Speck kommt aus dem Badischen, ist ein Berufsname, taucht 1865 auf und bezeichnet die Verarbeitung + Verkauf von Fleisch 5x in D., 65x in P.
Speckmann altnd.dt.:von Specker = Knüppeldamm (ein Weg, der mit Knüppeln, Stöcken, Gesträuch befestigt ist)
Spielvogel mhdt. für den Geliebter oder Buhle
Spilger schles. von "Spille" ist die Spindel, der die Spindeln herstellt ist ein Spilger 163x
Spille ndt.: bedeutet Spindel, wahrscheinlich Spindeldreher oder -macher
Spirgath litt.: Griebe im Schmalz (Griebenschmalzherrsteller)
Spirgatis balt: Fett ausbraten, Grieben im Schmalz (einer, der Schmalz ausbrät)
Splettstößer Splett=Spliß,Span, Schein/stoßen= durch klopfen abspalten/durch stoßen und klopfen abgespaltener Span oder Schindel, auch Dachschindel
Spolert ndt. Spoler von "Spule" (Vorgänger fertigte Spulen für Spinnräder 15x
Spörl Streuung Franken und Sachsen, der Sporenmacher 1044 x in Dtl.
Sprakties balt.: spraktas=Nasenstüber
Sprenger Gaukler die springen ,Tänzer,
Spreyer Spreyer=Spreuer.alte Pluralform von Spreu.Minderwertig, angekränkelter Mensch
Springinsgut Springinsgut Ostfahlen: Wie "Springinsfeld"; ein Übername oder Satz- od. Kehrname (ein ganzer Satz steckt im Namen); Bezeichnung für Unbesonnen, Landsknecht, Teufel, Leichtfuß; ein Unsteter, der von Gut zu Gut reist.
Srb tschech. Bezeichnung für Sorbe/Serbe //poln.: serbac = schlürfen (zb.von selben Amme gesäugt= Milchbruder)
Stachat aus der Gegend von Berlin; Koseform von Stanislav; Stan = stehe, slav = Ruhm 7 x
Staginnus Herkunft eigentl.unbekannt, aber Stagis, Stagius, Stach..= evtl.Nebenformen vom heiligen Eustachius, einer der 14 Nothelfer (heil.für Notrufe), Eustachius= der Ährenreiche,Fruchtbare
Stähelin typ. Allemannische Form von Stahl; ist ein Berufsname (Stahlschmied), nicht auf Charakter zurückzuführen 11x
Stamp niederdt./hochdt.Name, kurzer, dicker Klotz, stampfen mit einem Klotz, auch als Name von einem Ritter, 1763 in Holstein Ritter Dytlevus (Detlef) Stamp miles (lat.für Ritter), 1300 Ludolf Stamp in Braunschweig,
Standke poln. Ursprung, von Stanislaw, Nationalheiliger und verbreiteter Vorname in Polen; stan - stehen/standhaft; slawa - Ruhm 761x
Statkewitsch poln. 1225x in Polen/vom Vornamen: Stattek (standhaft, gradlinig oder starr auf seiner Meinung beharrend) 25x
Staubesand hochdt.: Satzname "Stieb den Sand" bedeutet Unruhiger Typ, der Staub aufwirbelt 70x
Stäudtner 1506 tauchte der Name im sächsischen Vogtland zum 1. Mal auf. Herkunftsnamen: Steutten. 62 in D.
Stechel Stachel (mitteldeutsch) oder Stekel (Niederdeutsch) = leicht beleidigt, schnell verletzt 125 x
Stechemesser s. auch ndt. Steckemetz; das Kennzeichen eines Vorfahren war das Mitsichführen/Einstecken eines Dolches bzw. Messers 68x
Steffen von "Stefan": bedeutet "Kranz"; das "e" kommt daher, daß sich das "a" im mhd. zum "e" wird, wenn es bestimmte Betonungskonstellationen gibt
Steinbeck Ort- und Flussname: "beek" ndt. für "Bach"
Stemplinski dt.Basis: Stempel, Münzstempel/Graveur 327 x in D.
Stenzhorn stenz = dialektform für "stunz"; kurz, stumpf - oft auf das Gesicht bezogen 223x
Stepke pol.: Stepka, Diener des Henkers, Gefängnis wärter u.s.w. oder Ableitung von Stefan
Sternberg Sternberg - Ort in Mecklenburg Vorpommern. Alter Burgname, der zur Stadt wurde. Halber Stern war Teil des Stadtsiegels. "Stern" = symbolisierender Name, der der Stadt zur Gründung Glück verleihen sollte. 1618 x in D.
Sternkopf Frage von Peter Köhler, Geburtsname der Mütter. Meistens aus Thüringen. Umdeutung aus Sterkopf oder Weder, Dicker Kopf leicht variiert zu Sterkopf aber bestimmt von Verwaltung geandert , weil Sterkopf nicht bekannt. Könnte auch Stierkopf sein. Wappentier
Sternsdorf Keine Idee, deshalb noch ein Nachtrag!!! Dorfname: Aus Steinsdorf wurde Sternsdorf. 64 x in D.
Steußloff ndt. sehr alter Vorname: Stolzlaus, -off / besteht aus 2 Teilen, die bedeuten "stehen und Ruhm"
Stippler Stippler vom hochdeutschen Wort Stüpsel; im niederdt. Stoppel. Ein Stippler ist eine Berufsbezeichnung für jemanden, der von einem Stoppelfeld Spreu und Strohreste aufsammelt. 213x in Deutschland
Stitzl aus Bayern, im Buch von Gottschalck: vom Wort "Stops"= süddt. Stamm, Klotz, Milchkübel => grober Mensch 53x
Stix eingedeutschte Form des lateinischen "Syxtus" wg. Ausspracheschwierigkeiten, ins Latein aus dem griech. Xystos, bedeutet: der Feine, der Glatte... 160 x
Stockheim Stock=Baum ???????
Stoffregen Stiebesand, eigentlich schneller Reiter, mittel/Niederdeutsch - Platzregen, Wolkenbruch, übersetzt: ein Mann, der schnell ausflippt, Jähzorniger 502x
Stohf Schreibung - ohf -: ein Standesbeamter hat sich vertan. Ursprünglich: Stoph. Niederdt. Wort für Staub. Bedeutet: Ein Staubaufwirbler = ein hektischer, aktiver Mensch.
Stölben v.a. Rheinland, moselfränkisch für Bienenkorb oder Gerät zum Fischfang 2000 x in D.
Stolterfoht ndt. Stolter = stolz / Foht = Fuß, ein Mensch mit stolzem, herrischem Gang
Stopperam sehr schwieriger Name 5x in Dt.
Storl mhd., "Stürel" ist ein Werkzeug zum "Stüren" und "Storen", das ist ein Dialektwort stochern, stacheln, antreiben im Bezug auf Tiere, möglicherweise war der Vorfahr Kuhhirt 189x
Strasdaugh Elsass-Lothringen: amerikanisierte Form von Strasbach, Örtlichkeisname, Vorfahr lebte an einem Bach, der an einer Straße liegt.
Strasdeit Strazdas=Drossel
Streckfuß Aus Thürigen. Folterer nein. Faulpelz der der Fuß austreck. Wahrscheinlich hatte bestimmt ein steifes Bein. Auch Name eines Fisches.
Strehsow Ortsname: Stresow 9x
Streifling mehrere Möglichkeiten, empfohlen Dt.Wörterbuch d.Brüder Grimm, Bd.19/a)Benennung f.Apfelsorte m.roten Streifen/b)hosenähnl.Bekleidungsstück, das über Wade und Schenkel gestreift wird/c) einer, der umherstreift. auch Tier 180x
Streisand super selten, nur eine Familie in ganz Deutschland! In Polen nicht mehr vorhanden, ca. 13x in den USA, Familie ursprgl. aus Galizien, heute Ukraine: Ort Brzezany; von Streusand => Schreib-Streusand => ein jüd. Schreiber; sehr wahrscheinlich verwandt mit B 2x
Stresow Ortsname 199x
Strickrodt Rodename - Rodung = Herkunftsname. Ort besteht aber nicht mehr. Strickrode. Rodung in länglicher Form, deshalb "Strickrode". 166 x in D.
Strippelmann 1445 gab es den Namen schon, Hermann S. in einer Urkundensammlung erwähnt; niederdt. Form von "Streifen", "Striepen" = schmales Ackerstück, ein Striepelmann hat diesen Acker bearbeitet 35x
Stroetges vom Niederrhein, "Strot" ist altes Wort für Moorwald, Sumpf => "der der am kleinen Sumpfwald gesiedelt hat"
Strohsal Entweder ein niederdt. Örtlichkeitsname: Nutzungsgebäude = Strohsaal. Oder Vorfahre hieß Strohsaddel = Raube den Dieb. Vorfahre war also ein Sattel- oder Pferdedieb. 31 x in D.
Strohschein kommt aus dem Polnischen, "Stronsch", bedeutet "Forelle", in deutsch dann Strohschön, Strohstein, Strohschein
Strohwald hat nichts mit den deutschen Wörtern zu tun; Familie aus Posen, Streuung vor allem in Posen und Schlesien, "Prost" auf polnisch hört sich ähnlich an wie "Strohwald", strovi (pol.) = gesund, eingedeutschter Name vom polnischen "strovi" 112x
Strommer Name hieß ursprünglich Strohmeier; "Stroh" = Stroh; "Meier" = der, der den Zehnten (Kirchenabgabe) eintreibt --> in diesem Falle den Stroh-Zehnten; diese Bedeutung ist sicher belegt ; z. B. in Nürnberg - dort ist z. B. auch in einer Kontraktion Strohmeier
Strüdinger von Stridinger, Stritnick: Bedeutet in der Mitte wohnen
Strutz strus = niederdeutsch Strauß, aus Strus wird Strutz, Vorfahre ist mit dem Vogel Strauß verglichen worden, Feder als Schmuck oder die Augen oder der Blick 868x
Stubendorf Ortsname: Stuben- von Baumstubben
Stuchlik Vater, Großvater und Urgroßeltern aus Wien; Name bedeutet im Sorbischen und Tschechischen der Muffelige, Gestank, Abfall, etc. wurde früher wahrscheinlich von Österreichern als Schimpfname für Tschechen benutzt; äußerst derber Schimpfname, so viel wie in 278x in Dt
Stucki Zentrum heute in Niedersachsen, historisch aber in Süddeutschland. Verniedlichungsform von Stock / Stück - Stückle. (wie in der Schweiz üblich mit -i am Ende). Bezieht sich auf die Körperform - gedrungener Typ. 69x in Deutschland, überwiegend in Niedersachsen
Stuckwisch Ndt. "Stuck" = Wort für Stück, Baum und ndt. "Wische" = Wort für Wiese. Vorfahre siedelte am Stuckwisch (an einer Baumwiese). 30x in Dtl.
Studenski poln. Eindeutschung des Wortes für Student, was in Polen das Wort für Schüler ist.
Stypmann "y" ist schwedischer Einfluß: Stüpmann = ursprüngliche Schreibweise. Abstammend vom Stüppenmann (Stüppen ist ein Baumstumpf, der übrigbleibt nach dem Absägen). Vorfahre war wohl von gedrungener Statur (kurz gewachsen und breit) 28 x in D.
Subiella schlesischer Personenname: subi = selbst, eigen - slawa = Ruhm
Subke ndt.: Sieg (Siegibald oder Siegibod), "ke" Verkleinerungsform / Wenn slawischer Herkunft, ist die Bedeutung eine andere
Suchla poln. Suchy=trocken,hager,schlank Zauche=trockene Landschaft 8x in Polen
Suchowski Schles. Ortsname von Sucha, Suchow / kommt von russ. "suchoy", was "trocken" bedeutet / Der aus dem Ort .... Kommt.
Suckfüll Zusammengesetztes Wort aus: "saugen" und "Füllen=Fohlen". "Saugfohlen", was im fränkischen ein "Muttersöhnchen" bedeutet, also jemand, der sich nicht von der Mutter lösen kann. 166 x in D.
Sufraga Pommern: latein. Suffragium = Stimmrecht, sufragan = Weihbischof mit eigenschränkten Rechten...
Sukatus litauisch, Ostpreußen, trocknen, auch fasten bei Brot und Wasser, zehrende Krankheit, bei der man Gewicht verliert, sukata (lit.) Schwindsucht, abgezehrt 12x
Sulfrian Sulfrian ist ein niederdeutsches Wort. Heißt Silbern und bezieht sich in diesem Fall auf das Haar. Die Endung 'ian' stammt ursprünglich von Vorfahren mit dem Namen 'Jan' . Komplette Bedeutung: Silberner Johannes 52x in Deutschland
Summa "sum"- slaw./poln. für Wels (beliebter Südwasserfisch); Vorfahre war vermutlich spezialisierter Binnenfischer 249x
Sündermann geht zurück auf "sonder-"; vermutlich einer, der außerhalb der Gesellschaft (Mittelalter) lebte bzw. arbeitete, keiner Gilde o.ä. angehörte, abgesondert war bzw. eine Sonderstellung inne hatte 538x in Dt.
Sunkemat Lit.: Sunkumeitis = Sunkus: schwer, atembeschwerden (schwer atmender Vorfahre 12x
Supart schlesischer Dialekt des Polnischen, in Polen "sapart" sehr verbreitet= verbohrt, verklemmt, benommen 162x
Suthau Ortsname in Mähren: chluti, der Gelbe 32x
Swatek Konzentration in Böhmen, wenn böhmisch, dann heißt es Feiertag; in Polen sehr häufig der Name: Heiratsvermittler, wenn Herkunft aus Polen, dann ist das die Bedeutung des Namens. 63x
Swolinski Streuung: Ruhrgebiet, in Polen Zwolinski 3999x, Ortsname: Zwolen, Verwandte kommen aus Zwolen. 29x
Sylla v.a. im Ruhrgebiet, vom poln. Wort siua = Kraft, Stärke 286x
Symalla poln./schles., s. Fam.name Szymala; Koseform von hebr. Simeon/Simon = der (von Gott) Erhörte 174x
Szallies ?
Szelong in Polen 93x, ursprünglich deutsch für Schilling, evtl Geldeintreiber 11x
Szupriczynski viele ähnliche Schreibweisen in Deutschland und Polen, slaw. Personenname von Sopronius mit griech. Ursprung: "denken, bewahren", Name in der griech.-orthodoxen Kirche gebräuchlich 10x, 240x in Polen
Szymanski aus Ostpreußen, an der Seite des Dorfes, von Simon, hebräisch "Gott hat erhört", Endung ski Adjektivendung, polenisiert 5x in Allenstein in Ostpreußen