Das Bild der Woche

Weltpressefoto 2017: Attentat auf den russischen Botschafter

Wir leben in einer Welt der Bilder. Sie sind nicht aufzuhalten. Jeden Tag werden es mehr. Unser Sehen verkommt zum flüchtigen Blick. Wir sind dabei, es zu verlernen. In der Schönen Woche nehmen wir uns die Zeit, die wir sonst nicht haben. Für ein einziges Bild – das Bild der Woche. Die Kunsthistorikerin Christina Landbrecht seziert, analysiert und interpretiert. Und ganz nebenbei lernen wir wieder zu sehen.

ARCHIV - Das Foto des türkischen Fotografen Burhan Ozbilici zeigt den türkischen Polizisten, der am 19. Dezember 2016 in einer Galerie in Ankara (Türkei) den russischen Botschafter Andrej Karlow erschießt © Burhan Ozbilici/AP/dpa
ARCHIV - Das Foto des türkischen Fotografen Burhan Ozbilici zeigt den türkischen Polizisten, der am 19. Dezember 2016 in einer Galerie in Ankara (Türkei) den russischen Botschafter Andrej Karlow erschießt © Burhan Ozbilici/AP/dpa | © Burhan Ozbilici/AP/dpa

19. Dezember 2016: es ist die Eröffnung einer Kunstausstellung in der türkischen Hauptstadt Ankara. Kunstbegeisterte und die Presse hören sich die Eröffnungsrede des russischen Botschafter Andrej Karlow an, als plötzlich ein junger türkischer Polizist eine Waffe zieht und Karlow erschießt.

Danach posiert der Attentäter wie in einem Agenten-Film:  Er streckt den linken Arm nach oben, in der rechten ist noch die Waffe. Dabei ruft er "Vergesst Syrien nicht!". Das Foto dieser Szene ist am Montag als Pressefoto des Jahres 2017 ausgezeichnet worden.

Was das Besondere an dem Bild von Burhan Ozbilici ist, darüber haben Sonja Koppitz und Max Spalleck mit der radioeins-Kunsthistorikerin Christina Landbrecht gesprochen.

Burhan Ozbilici/AP/dpa
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