Homosexualität im Tierreich: Beobachtungen bei Graugänsen +++ Unterm Messer: Alkohol und warum Cocktails mehr brummen als Schnaps und Co. +++ Christliche Tatoos +++ Der Benecke: Lasst die Nymphen tanzen +++ Auf der Jagd nach der Haselmaus +++ Marias Tipps
Homosexualität im Tierreich
Gleichgeschlechtliche Liebe ist so alt wie die Menschheit selbst. Und sie ist – entgegen vieler Vorurteile – absolut natürlich, weil auch tierisch. Schon der griechische Philosoph Aristoteles hat vor rund 2300 Jahren von einer Gruppe Hyänen zu berichten gewusst, dass Männchen sich mit Männchen und Weibchen mit Weibchen vergnügten. Doch nicht nur Moralisten, auch Wissenschaftler hegten immer wieder Zweifel an der Homosexualität im Tierreich. Bis sie Beweise und Motive dafür fanden. So zum Beispiel in der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle im österreichischen Grünau im Almtal. Dort hat der Leiter Kurt Kotrschal die gleichgeschlechtlichen Triebe der Graugänse beobachtet.
Gespräch mit Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Österreich
Alkohol - Warum Cocktails mehr brummen...
Heute ist Silvester und da wird ja bekanntlich gern das ein oder andere Glas an "geistigen" Getränken geleert. Allerdings wird zunehmend auf den Ausschank von Hochprozentigem verzichtet. Schon auf diversen Weihnachtsmärkten, wie z.B. dem von Wolfratshausen in Oberbayern, gab es nur Glühwein ohne Schuss, keine Cocktails, nicht einmal Bier. Damit wollte man unschöne Erlebnisse vermeiden. Grund genug also für uns, dass wir uns an dieser Stelle Mal dem nicht ganz unwichtigen Stoff Alkohol zuwenden...
Gespräch mit Dr. Lars Lobedey, Lebensmittelchemiker
Christliche Tattoos
Tätowiert ist heutzutage fast jeder, in der westliche Welt ist diese Art des Körperschmucks seit einigen Jahren en vogue. Selbst die derzeitige Bundespräsidentengattin trägt ein Tatoo. In früheren Zeiten trugen dagegen eher Kriminellen einschlägige Zeichen. Doch die Tradition der Bilder, die wortwörtlich unter die Haut gehen, ist schon tausende Jahre alt und unabhängig voneinander in verschiedenen Kulturen entstanden. Und obwohl das Alte Testament das Ritzen verbietet, hat auch das Christentum eine ganz eigene Geschichte der Tätowierung. Dieser Geschichte ging jüngst eine Tagung an der päpstlichen Urbaniana-Universität in Rom nach. Mit dabei: Ulrike Landfester, Professorin für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität St. Gallen...
Gespräch mit Ulrike Landfester, Professorin für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität St. Gallen
Lasst die Nymphen tanzen...
Wenn Leute beim Einrichten ihrer Wohnung einen Feng Shui-Spezialisten befragen, wo am besten ihr Bett stehen sollte und an welchem Ort sich der Arbeitstisch befinden sollte, dann ist das eine Sache. Wenn aber Diplomingenieure in einen städtischen Bebauungsplan Rückzugsorte für Nymphen einarbeiten, dann sollte man hellhörig werden. Doch es gibt hierzulande nicht wenige Wissenschaftler, die Begriffe wie „Engelsfokus“ und „Fernpeilung“ für wissenschaftliche Begriffe halten und dies sogar an mehreren deutschen Hochschulen lehren. Deshalb fragen wir unseren Experten, Dr. Mark Benecke, der noch dazu im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften ist, was man von Wünschelrutengängern und Esoterik-Ingenieuren halten sollte.
Gespräch mit Dr. Mark Benecke
Auf der Suche nach der Haselmaus
Die gerade einmal 14 Zentimeter kleine Haselmaus entzückt nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Da die Maus nicht nur klein, sondern vorwiegend nachts aktiv wird, ist die Wahrscheinlichkeit, sie in freier Wildbahn zu erleben, ziemlich gering. Doch das niedliche Nagetier steht auf der Roten Liste, ist also vom Aussterben bedroht. Deshalb ist jeder Hinweis auf seine Noch-Existenz wichtig. Die werden nun auf sogenannten „Nussjagden“ gesucht, für die sich jeder Interessierte bei „Nussjägermeister-schulungen“ schulen lassen kann. Der Diplombiologe Harald Brönner gehört zu jenen Haselmaus-Experten, die diese Schulungen anbieten.