Architekturpsychologie

Wenn Krankenhäuser und Kliniken krank machen

Pflegekräfte an der Charité haben diese Woche gestreikt – eine zweistellige Zahl von Operationen musste abgesagt werden. In dem Konflikt geht es nicht um bessere Bezahlung, sondern um Arbeitsbelastung und Arbeitsumstände in Europas größtem Universitätsklinikum.

Symbolbild: Blick aus einem dunklen Patientenzimmer vorbei an einem Trinkbecher und Trinkkost eines Patienten auf einem Rolltisch in den hellen Flur einer Krankenhausstation in der Nacht © imago/Martin Wagner
Symbolbild: Blick aus einem dunklen Patientenzimmer in den hellen Flur einer Krankenhausstation in der Nacht | © imago/Martin Wagner

Kritisiert werden die Arbeitsüberlastung des Personals, mangelnde Intensität der Patientenbehandlung, Hygieneprobleme und die mit dem Umbau neu geschaffene "Wartehalle", in der die Vor- und Nachbehandlung für zwölf OPs durchgeführt wird - ein Raum ohne jegliche Intimsphäre. Warum solche Räume nicht nur unangenehm sind, sondern auch krankmachen können, das weiß Tanja C. Vollmer. Sie ist Professorin für Architekturpsychologie an der TU Berlin und beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Einfluss von Architektur auf körperlich Kranke.

Stephan Karkowsky sprach mit Tanja C. Vollmer darüber, weshalb es für Patienten besonders wichtig ist, sich in einem Raum wohlzufühlen und wie man das erreichen kann.

imago/Martin Wagner
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