Medizin

Chirurgie mit Spinnenseide

Wenn bei Unfällen oder der Entfernung von Tumoren Nerven verletzt und durchtrennt werden, ist das nicht nur schmerzhaft, sondern auch schwer zu behandeln.

Ein Weibchen der goldenen Radnetzspinne
Ein Weibchen der goldenen Radnetzspinne | © imago/Westend61

Ist die Lücke zwischen den Nerven zu groß, können sie nicht einfach wieder zusammen genäht werden. An einer Lösung dieses Problems arbeitet die Leiterin der Klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Medizinischen Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Christina Radtke. Sie hält in ihrem Labor 21 goldene Radnetzspinnen aus Tansania, die im Schnitt einmal pro Woche „gemolken“ werden.

Wie Christina Radtke die gewonnene Spinnenseide zur Forschung an neuen Methoden der Nervenchirurgie nutzt, das erklärt sie im Interview mit Stephan Karkowsky.

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