Kommentar von Friedrich Küppersbusch

AfD wählt neues Spitzenduo und verordnet sich Geschlossenheit

Keine Querschüsse mehr, wenigstens solange es um den Einzug in den Bundestag geht.  Die AfD hat sich auf dem Bundesparteitag in Köln am Wochenende Geschlossenheit verordnet. Den Antrag von Parteichefin Frauke Petry für einen realpolitischen Kurs haben die rund 600 Delegierten mit großer Mehrheit abgelehnt.

Alice Weidel und Alexander Gauland, Mitglieder im AfD-Bundesvorstand, winken am 23.04.2017 beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland im Maritim Hotel in Köln (Nordrhein-Westfalen) nach ihrer Wahl zum Spitzenduo © dpa/Rolf Vennenbernd
Alice Weidel und Alexander Gauland, Mitglieder im AfD-Bundesvorstand, winken am 23.04.2017 beim AfD-Bundesparteitag in Köln nach ihrer Wahl zum Spitzenduo © dpa/Rolf Vennenbernd

Stattdessen bejubelten sie Co-Parteichef Jörg Meuthen. Knapp 70 Prozent stimmten außerdem für ein neues Spitzenduo: Die 38-jährige Volkswirtin aus Baden-Württemberg  Alice Weidel wird die AfD - zusammen mit Parteivize Alexander Gauland - in den Bundestagwahlkampf führen.

In ihrer Rede nach der Wahl sagte Weidel, über die Spitzenkandidatur sei zuletzt viel gestritten worden. Doch "irgendwann muss auch Schluss sein". Die AfD solle jetzt vereint in den Wahlkampf ziehen.

Und Gauland erklärte:

"Wir sind nicht nach rechts gegangen, wir gehen nicht nach links. Wir sind die Partei der Mitte und wir wollen alle mitnehmen. Und ja, wir wollen in einer etwas ferneren Zukunft auch Verantwortung übernehmen."

Ist die AfD nach dem Parteitag so aufgestellt, dass sie wirklich vereint in den Bundestagswahlkampf ziehen kann? Ein Kommentar von Friedrich Küppersbusch...

radioeins Kommentator

Friedrich Küppersbusch

Journalist, Autor und Fernsehproduzent

Friedrich Küppersbusch © dpa - Report

Der Weg ist das Ziel. Knapp neun Jahre studierte Friedrich Küppersbusch Journalistik an der Universität in Dortmund. Es lohnte sich, denn er bekam anschließend ein ... [mehr]