Kommentar von Friedrich Küppersbusch

Die SPD gewinnt in Niedersachen deutlich

Die Sozialdemokraten werden wieder stärkste Kraft in Niedersachsen. Laut aktueller Hochrechnung von infratest dimap für die ARD gewann die SPD die Landtagswahl klar mit 37,4 Prozent der Stimmen. Gegenüber der Wahl von vor vier Jahren ist das ein Plus von 4,4 Prozentpunkten.

Der SPD-Parteivorsitzende, Martin Schulz, spricht am 15.10.2017 in Berlin im Willy-Brandt-Haus nach der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/Kay Nietfeld
Der SPD-Parteivorsitzende, Martin Schulz, spricht am 15.10.2017 in Berlin im Willy-Brandt-Haus nach der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Niedersachsen | © dpa

SPD-Ministerpräsident Weil sagte in einer ersten Reaktion, dies sei ein großer Abend für seine Partei. Nach neunzehn Jahren seien die Sozialdemokraten wieder stärkste Fraktion im Landtag in Hannover. 

SPD-Chef Schulz gratulierte Weil, ebenso der unterlegene CDU-Spitzenkandidat Althusmann. Althusmann betonte aber auch, als zweitstärkste Kraft trage man politische Verantwortung für das Land. 

Nach den bisherigen Hochrechnungen wäre neben einer großen Koalition auch eine Jamaika-Koalition oder eine Ampel möglich.

Kann Martin Schulz also doch Wahlen gewinnen? Der Kommentar von Friedrich Küppersbusch...


Die CDU hat in Niedersachsen leicht verloren und kommt auf 34,8 Prozent. Ein deutliches Minus von etwa fünf Prozentpunkten gab es für die Grünen - für sie stimmten 8,5 Prozent der Wähler. Die Landtagswahl in Niedersachsen wurde vorgezogen, weil eine Abgeordnete von den Grünen zur CDU wechselte. 

Die FDP liegt der Hochrechnung zufolge bei 7 Prozent. Die AfD wäre mit 5,6 Prozent im neuen Landtag in Hannover. Die Linke könnte mit 4,8 Prozent nicht ins Parlament einziehen.

radioeins Kommentator

Friedrich Küppersbusch

Journalist, Autor und Fernsehproduzent

Friedrich Küppersbusch © dpa - Report
dpa - Report

Der Weg ist das Ziel. Knapp neun Jahre studierte Friedrich Küppersbusch Journalistik an der Universität in Dortmund. Es lohnte sich, denn er bekam anschließend ein ... [mehr]