Kommentar von Brigitte Fehrle

Scheitert die Europäische Union an der Flüchtlingsfrage?

Die Aufnahme der Flüchtlinge sei eine Jahrhundertaufgabe für Europa. Aber Europa sei stark genug, um eine solche Aufgabe zu meistern, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Doch ist Europa wirklich so stark?

Die Finger eines Flüchtlings gucken durch einen Zaun auf Lampedusa © dpa
Die Finger eines Flüchtlings gucken durch einen Zaun auf Lampedusa © dpa

Italien und Griechenland sind völlig überfordert, nur einige wenige Länder, wie Schweden oder Deutschland, nehmen mehr Flüchtlinge auf als sie müssten, die meisten EU-Länder aber ducken sich weg, denken sich harte Gegen- und Abwehrmaßnahmen aus oder bauen wie Ungarn Zäune.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande trafen sich am Montag in Berlin, um über die Flüchtlingskrise in Europa zu sprechen. Die französische Tageszeitung «Le Monde» kommentiert das Treffen wie folgt:

«(Bundeskanzlerin) Angela Merkel und (Präsident) François Hollande werden die Flüchtlingsfrage nicht allein lösen. Ebenso wenig wie die Innenminister Großbritanniens und Frankreichs das Problem des «Dschungels» in Calais mit den wenigen Maßnahmen regeln werden, die sie am 20. August angekündigt haben. Doch Merkel und Hollande und die Minister müssen und können gemeinsam zur allgemeinen Mobilisierung aufrufen, die die Europäische Union dringend braucht. Die Europäer müssen endlich verstehen, dass die Flüchtlingsfrage sehr schnell eine neue Priorität bekommen muss.» (Quelle: dpa)

Ein Kommentar von Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Berliner Zeitung.

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