Mi 22.11. 08:09

Kommentar von Brigitte Fehrle

Debatte über eine neue große Koalition

Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen wächst der Druck auf die SPD. Die Union hat die SPD aufgefordert, ihre defensive Haltung aufzugeben und eine Große Koalition nicht kategorisch auszuschließen.

Ein roter und schwarzer Buntstift mit Anspitzspänen als Symbolbild für eine große Koalition aus Union und SPD © imago/blickwinkel
Ein roter und schwarzer Buntstift mit Anspitzspänen als Symbolbild für eine große Koalition aus Union und SPD | © imago/blickwinkel

Wie weiter nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungsgesprächen? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich gestern zu Gesprächen mit den Grünen-Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir getroffen. Anschließend empfing er auch FDP-Chef Lindner. Morgen lädt Steimeier den SPD-Vorsitzenden Schulz ins Schloss Bellevue. Auch dann geht es um Möglichkeiten einer Regierungsbildung. Bislang hat die SPD eine erneute Großen Koalition ausgeschlossen.

"Die SPD ist in ihrer Haltung da ganz klar: Das Ergebnis der Bundestagswahl ist heute kein anderes als am 24. September und das hat ganz klar gesagt, dass die Große Koalition abgewählt ist und deshalb steht die SPD auch nicht für den Eintritt in einer erneute Große Koalition zur Verfügung", erklärte die Bundesvorsitzende der Jungsozialisten in der SPD, Johanna Uekermann, gestern auf radioeins.

Inzwischen signalisieren erste SPD-Politiker - u.a. der Abgeordnete Bernd Westphal, der Präsident des SPD-Wirtschaftsforums, Michael Frenzel, sowie Ex-SPD-Chef Björn Engholm - allerdings Gesprächsbereitschaft.

Sollte sich die SPD für eine neue Große Koalition bereit erklären? Ein Kommentar von Brigitte Fehrle von der Berliner Zeitung...

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radioeins Kommentatorin

Brigitte Fehrle

Von der Berliner Zeitung

Brigitte Fehrle von der Berliner Zeitung © Christine Blohmann
Die Hoffotografen GmbH Berlin

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