Berlinale Kritik

Die andere Seite der Hoffnung

Im Wettbewerb der Berlinale lief gestern der neue Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki: Toivon tuolla puolen - Die andere Seite der Hoffnung.

Toivon tuolla puolen | Die andere Seite der Hoffnung von Aki Kaurismäki © Malla Hukkanen/Sputnik Oy
Toivon tuolla puolen | Die andere Seite der Hoffnung von Aki Kaurismäki © Malla Hukkanen/Sputnik Oy | © Malla Hukkanen © Sputnik Oy

Stephan Karkowsky kann uns sagen, wie es war!

Malla Hukkanen © Sputnik Oy
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Zum Film

Der Film besteht aus zwei Geschichten, die sich nach 40 Minuten miteinander verbinden: In der ersten geht es um Khaled, einen syrischen Flüchtling. Als blinder Passagier eines Kohlefrachters landet er eher zufällig in Helsinki und beantragt ohne große Hoffnung auf die Zukunft Asyl. Wikström, die zweite Hauptfigur, ist Handelsvertreter für Krawatten und Männerhemden. Er kehrt seinem bisherigen Berufsleben den Rücken, setzt sein Pokerface am Glücksspieltisch ein und kauft ein Restaurant im letzten Winkel von Helsinki. Als die Behörden Khaled das Asyl verweigern, beschließt er, wie viele seiner Schicksalsgenossen illegal im Land zu bleiben. Er taucht in der finnischen Hauptstadt unter und lebt auf der Straße. Dort begegnet er den verschiedensten Formen von Rassismus, aber auch coolen Rock ’n’ Rollern und aufrichtiger Freundlichkeit. Eines Tages findet Wikström ihn nachts schlafend im dunklen Hinterhof seines Restaurants, besorgt ihm ein Bett und einen Job. Für eine Weile bilden die beiden gemeinsam mit der Kellnerin, dem Koch und dessen Hund eine utopische Einheit, eine der für Aki Kaurismäki typischen Schicksalsgemeinschaften, die vorführt, dass die Welt besser sein könnte und sollte.