Berlinale Nighttalk

When The Day Had No Name

Regisseurin Teona Strugar Mitevska und die Hauptdarsteller aus dem Panoramafilm "When The Day hat no name" zu Gast im Berlinale Nighttalk mit Knut Elstermann.

Regisseurin Teona Strugar Mitevska mit ihren Darstellern aus dem Film "When the Day Had no Name" © snapshot-photography/T.Seeliger
Regisseurin Teona Strugar Mitevska mit ihren Darstellern aus dem Film "When the Day Had no Name" © snapshot-photography/T.Seeliger | © snapshot-photography/T.Seelig
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Zum Inhalt des Films


Im April 2012 wurden an einem See im Umland von Skopje die Leichen von mazedonischen Teenagern gefunden. Ihre Geschichte erzählt von einer im Balkan-Umbruch verlorenen Generation: Milan, Petar, Cvetan, Rape, Ace und Vladan sind gewöhnliche Jugendliche wie alle anderen, deren Alltag von zerrütteten Familienverhältnissen, mangelndem Geld und Träumen von einer besseren Zukunft geprägt ist. Sie planen einen Angelausflug und verbringen 24 Stunden zusammen, in denen sie einander näherkommen und nach und nach ihre wahren Gesichter zeigen.

Sie spielen mit ihren Gefühlen, tanzen zu alten Schlagern, verwickeln sich in Auseinandersetzungen mit Albanern, messen ihre sexuelle Macht – und suchen im Vakuum gesellschaftlicher Frustrationen nach einem Ventil für ihren Lebenshunger.

Teona Strugar Mitevska, bereits mehrfach zu Gast im Panorama, entwickelt aus einer bis heute unaufgeklärten Begebenheit einen einfühlsamen Blick auf eine Jugend, in der sich die Dynamik eines ethnisch gemischten und wirtschaftlich geschwächten Landes entlädt. Die betörend atmosphärischen Bildräume der Kamerafrau Agnès Godard spiegeln im Trash und Kitsch zerschlagener Werte ihre innere Orientierungslosigkeit.

Quelle: Berlinale