Berlinale

The King's Choice

Zwischen Kammerspiel und Schlachtengemälde inszeniert Erik Poppe ein großes historisches Epos und singt zugleich ein Hohelied auf Stolz, Würde und Selbstbewusstsein angesichts erdrückender politischer Umstände. Knut Elstermann sprach mit den Regisseur Erik Poppe und dem Schauspieler Karl Markovics über den Panorama-Film "The King's Choice".

Regisseur Erik Poppe © snapshot-photography/T. Seeliger
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Zum Film:


Am 9. April 1940 marschiert die Wehrmacht ohne Kriegserklärung in Norwegen ein. Der feste Glaube der Norweger, durch eine konsequente Neutralitätspolitik vor Hitlers Aggressionsplänen geschützt zu sein, erweist sich als gefährlicher Irrtum. Schnell breiten sich Konfusion und Chaos aus. Mit dem Faschistenführer Quisling steht schon ein Mann bereit, der als Ministerpräsident von Hitlers Gnaden eingesetzt werden könnte. Doch das norwegische Königshaus verweigert sich dem Druck der Deutschen. König Haakon VII., der Oslo verlassen und sich mit seiner Familie, der Regierung und zahlreichen Abgeordneten in das Dorf Nybergsund abgesetzt hat, erweist sich als Fels in der Brandung: Sollte sich das Parlament zur Kapitulation entscheiden und auf die Forderungen aus Berlin eingehen, wird er ohne zu Zögern abdanken, erklärt er. Eine moralische Konsequenz, die von Hitler mit Bombenangriffen beantwortet, von den Norwegern aber als Aufruf zum Widerstand begriffen wird.

Zwischen Kammerspiel und Schlachtengemälde inszeniert Erik Poppe ein großes historisches Epos und singt zugleich ein Hohelied auf Stolz, Würde und Selbstbewusstsein angesichts erdrückender politischer Umstände.