Berlinale Nighttalk

Tania Libre

Regisseurin Lynn Hershman Leeson und Darstellerin Tania Bruguera vom dem Dokumentarfilm "Tania Libre" (Panorama) zu Gast im Berlinale Nighttalk mit Knut Elstermann.

Tania Bruguera © snapshot-photography/T.Seeliger
Tania Bruguera © snapshot-photography/T.Seeliger | © snapshot-photography/T.Seeliger
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Zum Inhalt des Films

Dr. Frank Ochberg ist Psychiater und Traumaspezialist in New York. Sein Fachgebiet sind posttraumatische Belastungsstörungen und das Stockholm-Syndrom. An ihn wendet sich die bekannte kubanische Künstlerin Tania Bruguera, nachdem sie in Kuba acht Monate als Dissidentin in Haft gesessen hat, angeklagt des Landesverrats für die Vorbereitung einer regierungskritischen Performance. Im Gespräch mit dem Therapeuten analysiert sie das revolutionäre Potenzial von Kunst und eine Zensurbehörde, die schon vor der eigentlichen Entstehung des Werks eingreift. Performance-Kunst, mit ihren kurzfristigen, spontanen und vergänglichen Elementen, ist eine Möglichkeit, den kubanischen Staat zu kritisieren. Bruguera lässt sich nicht entmutigen, schon sechs Monate nach ihrer Entlassung lädt sie Künstler*innen aus aller Welt nach Kuba ein.

Bereits in ihren letzten beiden im Panorama gezeigten Dokumentarfilmen, Strange Culture und !Women Art Revolution – A Secret History, beschäftigte sich Lynn Hershman Leeson eingehend mit Fragen eines politischen und kritischen Kunstschaffens. Wieder kooperiert sie mit Tilda Swinton, die das „Manifesto on Artists’ Rights“ von Bruguera vorträgt.

Quelle: Berlinale