Sa 18.02. 22:30

Großer Preis der Jury

Silberner Bär für "Félicité" von Alain Gomis

Den Großen Preis der Jury hat der Franzose Alain Gomis mit seiner im Kongo spielenden Emanzipationsgeschichte "Félicité" erhalten.

"Félicité": Regisseur Alain Gomis mit dem Silbernen Bären Großer Preis der Jury © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Félicité ist eine stolze, unabhängige Frau, die als Sängerin in einer Bar in Kinshasa arbeitet. Wenn sie auf die Bühne geht, scheint sie die Welt und den Alltag um sich herum zu vergessen. Auch die Gäste lassen sich vom Rhythmus der melancholischen und kraftvollen Melodien anstecken. Als Félicités Sohn nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt, versucht sie verzweifelt, das Geld für eine Operation aufzutreiben. Ein atemloser Streifzug durch ärmliche Straßen und durch wohlhabendere Bezirke der kongolesischen Hauptstadt beginnt.

Tabu, einer der Stammgäste der Bar, der in jeder Hinsicht gern über die Stränge schlägt, will Félicité helfen. Nur widerwillig nimmt sie das Angebot an. Nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus findet Félicités Sohn nicht in sein altes Leben zurück, doch ausgerechnet der Schwerenöter Tabu lockt ihn aus der Reserve. Félicités karge Wohnung mit dem permanent kaputten Kühlschrank wird zum utopischen Ort in einem Land, das für die meisten seiner Einwohner keine Hoffnung bereithält. Das Trio bildet eine eigenwillige Schicksalsgemeinschaft, die gemeinsam getrennte Wege gehen darf.

Knut Elstermann begrüßte den Preisträger des Silbernen Bären Großer Preis der Jury: den Regisseur Alain Gomis.

Quelle: Berlinale