Berlinale

Ana Mon Amour (Wettbewerb)

Călin Peter Netzer verbindet in "Ana Mon Amour" ein Liebesdrama mit der Studie einer Krankheit und ihrer Überwindung. In Form eines komplexen Puzzles, strukturiert durch psychoanalytische Sitzungen, taucht die Erzählung in langen Rückblenden in die Vergangenheit ein. Knut Elstermann sprach über den Film mit dem Regisseur Călin Peter Netzer und den beiden Darstellern Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti.

„Ana Mon Amour“: Regisseur Călin Peter Netzer (re.) und die beiden Darsteller Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti © snapshot-photography/T. Seeliger
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Zum Film:


Toma und Ana lernen sich an der Universität kennen. Eine Liebe voller Hoffnungen und Träume beginnt, bestimmt von dem Gefühl, dass einer den anderen braucht. Ana stammt aus komplizierten Familienverhältnissen und leidet unter heftigen Panikattacken. Der gutbürgerlich aufgewachsene Toma ist von den Abgründen, die er bei seiner Liebsten entdeckt, ebenso schockiert wie fasziniert. Während er Ana zur Seite steht und sie zu immer neuen Ärzten begleitet, isoliert sich das Paar zusehends von Familie und Freunden. Anas Schwäche scheint Toma Kraft zu geben. Als sie schwanger wird, beginnt Ana eine analytische Psychotherapie, aus der sie gestärkt hervorgeht. Nun beginnt der Boden unter Tomas Füßen zu schwanken ...

Călin Peter Netzer verbindet ein Liebesdrama mit der Studie einer Krankheit und ihrer Überwindung. In Form eines komplexen Puzzles, strukturiert durch psychoanalytische Sitzungen, denen sich Toma unterzieht, taucht die Erzählung in langen Rückblenden in die Vergangenheit ein. Szenen einer komplizierten Ehe, mit zahlreichen Verbindungslinien in verdrängte, tabuisierte Untiefen der rumänischen Gesellschaft.

Quelle: Berlinale