Rückblick

Olaf Thon zum Fußballjahr 2016

Er ist Deutscher Meister, Pokalsieger, UEFA-Cup-Sieger, Weltmeister (1990) und für alle Schalke 04-Fans die ganz große Ikone - der ehemalige Fußballprofi Olaf Thon blickt auf das Fußballjahr 2016 zurück.

Ex-Fußballprofi Olaf Thon (Weltmeister 1990) © imago/nph
Ex-Fußballprofi Olaf Thon (Weltmeister 1990) © imago/nph | © imago/nph

Prägend in der Bundesliga ist für Olaf Thon der Überraschungsclub RB Leipzig und die fehlende Dominanz des FC Bayern – was für große Spannung an der Tabellenspitze in der Liga führt. Auch wenn die Schalker in dieser Saison bislang nur im Mittelfeld festhängen, fühlt er, dass er den Meistertitel der Gelsenkirchener irgendwann noch erleben wird. Beim Thema Nationalmannschaft gibt er Bundestrainer Löw die Schulnote 2 für das zurückliegende Jahr. Grundsätzlich ist Thon erfreut darüber, was Löw mit seinem Team auf die Beine stellt. Jedoch hat er seiner Meinung nach bei der EM in Frankreich viel zu viel taktiert.

Wie Olaf Thon auf das Fußballjahr 2016 zurückblickt, das hat er im Interview mit Andreas Ulrich und Kerstin Hermes verraten.


Schalke ist nach wie vor Olaf Thons große Liebe, bei der er 1983 seine Profikarriere startete. Einen Tag nach seinem 18. Geburtstag, am 2. Mai 1984, absolvierte der gebürtige Gelsenkirchener dann wohl das größte Spiel seiner Karriere. Beim 6:6 im Halbfinal-Hinspiel des DFB-Pokals gegen die Bayern erzielte «Thöni» drei Tore. «Am liebsten hätte ich ihn sofort mitgenommen», sagte damals der mittlerweile verstorbene Bayern-Coach  Udo Lattek.

Vier Jahre später wechselte Thon dann tatsächlich zu den Bayern, mit denen er zahlreiche Erfolge feierte. 1990 wurde Thon zudem mit der Nationalmannschaft Weltmeister, ehe er sieben Jahre später als Kapitän der legendären Eurofighter mit Schalke den UEFA-Cup gewann. «Der UEFA-Cup-Sieg mit Schalke war mit Abstand das Schönste, weil es völlig unerwartet war. Weltmeister mit Deutschland - das war machbar, Meister mit Bayern war normal, und die Pokalsiege am Ende waren nicht mehr meine», berichtet der 52-malige Nationalspieler, der 2002 nach 521 Pflichtspielen mit 105 Toren Schluss machte.

Quelle: SID