Sehnsucht nach Erfolg

Chinas Mission: Fußball-Großmacht

Chinas Fußballgeschichte ist eine von Niederlagen und Demütigungen: als starker Mann Asiens noch nie Asien-Meister, erst einmal bei der WM dabei. Aber alles soll anders werden.

Fans des Guangzhou Evergrande Taobao © imago/Imaginechina
Fans des Guangzhou Evergrande Taobao © imago/Imaginechina | © imago/Imaginechina

Chinas Führung will das Land zur Großmacht im Fußball entwickeln und hat landesweit ein ehrgeiziges Fußballprogramm verordnet. Und im Rahmen der allgemeinen Euphorie und Aufbruchsstimmung fließt auch das Geld in Chinas Super League. Wenn am Wochenende (3.-5. März 2017) die neue Saison beginnt, sind die Erwartungen so groß wie nie.

Transferrekorde sind geknackt, neue ausländische Stars an Bord. Aber die Kaufwut der Vereine hat auch Kritiker. China streitet über den richtigen Weg zur Fußball-Großmacht.

Über die aufstrebende Sportmacht sprachen Jessy Wellmer und Andreas Ulrich mit Axel Dorloff, ARD-Korrespondent in China.

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China plant 50.000 Fußball-Akademien für Nachwuchsspieler


Der chinesische Fußballverband will bis zum Jahr 2025 insgesamt 50 000 Fußballschulen für Nachwuchsspieler im Land aufbauen. Diese Zahl nannte Verbands-Vizepräsident Wang Dengfeng nach Angaben staatlicher Medien in China am Mittwoch. Bislang war immer von 20.000 Fußballschulen bis 2020 die Rede gewesen, mit denen die aufstrebende Sportmacht auch im internationalen Fußball zu einer neuen Größe werden möchte.

In jeder Schule sollten durchschnittlich 1000 junge Spieler ausgebildet werden, sagte Wang. "Das ist ein solider Weg, um Talente auszuwählen. Den chinesischen Fußball besser zu machen, ist nicht länger nur ein Traum", wurde Wang auf der Internetseite der Zeitung "People's Daily" zitiert.

Staats- und Parteichef Xi Jinping als großer Fußball-Fan hatte zuletzt verstärkt dafür geworben, den Fußball in China voranzubringen. Ziele sind die zweite Qualifikation für eine Weltmeisterschaft nach 2002 in Japan und Südkorea (null Tore, null Punkte), die Ausrichtung einer WM im eigenen Land und der Gewinn des WM-Titels. In der Qualifikation für die WM 2018 in Russland allerdings hat die Auswahl von Trainer Marcello Lippi kaum noch Chancen.

Zusatzinformationen: dpa