Fr17.02.
22:00 - 23:59

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Der Berlinale Nighttalk live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz.

Knut Elstermann © radioeins, Jochen Saupe

Zu Gast waren: Schauspieler und Gastkritiker Tim Seyfi über "Have A Nice Day" // (12'45") Regisseur Călin Peter Netzer und die beiden Darsteller Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti zum Film "Ana Mon Amour" // (24'24") Gastkritiker Tim Seyfi über "Ana Mon Amour" // (32'35") Schauspielerin Aylin Tezel, Mitglied der Amnesty-Jury auf der Berlinale 2017 // (46'37") Regisseur Johannes F. Sievert zum Film "Offene Wunde Deutscher Film" // (53'31") Regisseur Jochen Hick und Darsteller und Modemacher Klaus Schumann zum Film "Mein Wunderbares West-Berlin" // (60'06") Der Journalist und Filmhistoriker Wolfgang Hamdorf zum Film "Casa Roshell"

23:30

Berlinale

Mein Wunderbares West-Berlin (Panorama Dokumente)

Nach Out in Ost-Berlin erkundet Jochen Hick die queere Lebenssituation im damaligen Westteil der Stadt und die Wurzeln jener Faszination, die die Metropole bis heute zum Zufluchtsort nicht nur für schwule Männer macht. Knut Elstermann sprach mit dem Regisseur Jochen Hick und Darsteller und Modemacher Klaus Schumann über die spannende Zeitreise mit zum Teil noch unveröffentlichtem Archivmaterial.

„Mein Wunderbares West-Berlin“: Regisseur Jochen Hick und Darsteller und Modemacher Klaus Schumann © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Zum Film:


Im West-Berlin der 1960er-Jahre gab es Lokale, in denen Männer unter sich sein konnten, und es wurde zum Magneten für junge Schwule. Heute noch aktive Protagonisten von damals lassen Erinnerungen an ihre ersten Jahre in der Stadt aufleben.

Es sind Erinnerungen an eine Szene, die sie sich unentwegt erkämpften, und an deren Wandel bis zum Mauerfall. Aus der Konfrontation mit massiver gesellschaftlicher Repression erwächst in den 1970ern ein schwules Selbstbewusstsein: Die „Homosexuelle Aktion Westberlin“ setzt sich für eine Streichung des § 175 und die Überwindung des Patriarchats ein.
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23:00

Berlinale

Aylin Tezel

Zusammen mit dem Regisseur Oliver Hirschbiegel und Anne-Catherine Paulisch von Amnesty International in Deutschland gehört die Schauspielerin Aylin Tezel in diesem Jahr zur Amnesty-Jury auf der Berlinale 2017, die den Sieger des Amnesty-Filmpreises aus den Berlinale-Sektionen Wettbewerb, Special, Panorama, Forum und Generation kürt.

Schauspielerin Aylin Tezel © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Schauspielerin Aylin Tezel ist unter anderem bekannt aus den Filmen "Almanya - Willkommen in Deutschland" und "Macho Man" sowie dem Dortmunder "Tatort". Derzeit steht sie für die kanadische Serie "X Company" vor der Kamera.

Der Amnesty-Filmpreis der Berlinale wird dieses Jahr zum 13. Mal vergeben und würdigt die Arbeit von Filmschaffenden, die Menschenrechtsthemen auf besondere Weise abbilden und erlebbar machen.

22:30

Berlinale

Ana Mon Amour (Wettbewerb)

Călin Peter Netzer verbindet in "Ana Mon Amour" ein Liebesdrama mit der Studie einer Krankheit und ihrer Überwindung. In Form eines komplexen Puzzles, strukturiert durch psychoanalytische Sitzungen, taucht die Erzählung in langen Rückblenden in die Vergangenheit ein. Knut Elstermann sprach über den Film mit dem Regisseur Călin Peter Netzer und den beiden Darstellern Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti.

„Ana Mon Amour“: Regisseur Călin Peter Netzer (re.) und die beiden Darsteller Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Zum Film:


Toma und Ana lernen sich an der Universität kennen. Eine Liebe voller Hoffnungen und Träume beginnt, bestimmt von dem Gefühl, dass einer den anderen braucht. Ana stammt aus komplizierten Familienverhältnissen und leidet unter heftigen Panikattacken. Der gutbürgerlich aufgewachsene Toma ist von den Abgründen, die er bei seiner Liebsten entdeckt, ebenso schockiert wie fasziniert. Während er Ana zur Seite steht und sie zu immer neuen Ärzten begleitet, isoliert sich das Paar zusehends von Familie und Freunden. Anas Schwäche scheint Toma Kraft zu geben. Als sie schwanger wird, beginnt Ana eine analytische Psychotherapie, aus der sie gestärkt hervorgeht. Nun beginnt der Boden unter Tomas Füßen zu schwanken ...

Călin Peter Netzer verbindet ein Liebesdrama mit der Studie einer Krankheit und ihrer Überwindung. In Form eines komplexen Puzzles, strukturiert durch psychoanalytische Sitzungen, denen sich Toma unterzieht, taucht die Erzählung in langen Rückblenden in die Vergangenheit ein. Szenen einer komplizierten Ehe, mit zahlreichen Verbindungslinien in verdrängte, tabuisierte Untiefen der rumänischen Gesellschaft. [mehr]

22:10

Berlinale

Gastkritiker Tim Seyfi

Der Schauspieler Tim Seyfi, zuletzt im Berliner Tatort „Dunkelfeld“ als brutaler Strippenzieher, hat sich für radioeins die schwarze Komödie "Have a Nice Day" angesehen und gibt seine persönliche Kritik zu dem Wettbewerbsfilm ab. Der Film hat ihm "enorm Spaß gemacht", obwohl man sich über die Animationsart streiten kann.

Gastkritiker Tim Seyfi © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Zum Film "Have a Nice Day":


Eine Stadt im südlichen China, eine Tasche mit einer Million Yuan, die Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund und jeweils eigenen Motiven in einen blutigen Konflikt reißt. Philosophierende Gangsterbosse, in die Jahre gekommenen Auftragsmörder, vom Überlebenskampf ermüdete Männer und Frauen – wer immer die Tasche gerade in der Hand hat, hält sie fest umklammert, als sei sie der letzte Halt.

Hao ji le
ist eine schwarze Komödie, deren abgründiger und lakonischer Humor wie ein Vergrößerungsglas für Lebensgefühle und gesellschaftliche Zustände wirkt. Die zeitlose Gier des Menschen und die Gegenwart eines zutiefst verunsicherten Landes im Wandel treffen aufeinander. Der reduzierte Realismus der animierten Bildtableaus überhöht und stilisiert die Stimmung zwischen Stillstand und Aufbruch im heutigen China. Seltsam verloren wandeln die Teilnehmer dieses makaberen Reigens durch präzise gezeichnete Stadtlandschaften, deren Erscheinungsbild sich radikal verändert hat. Die Zeichen und Symbole des Kapitalismus drängen sich auf, doch das Leben, das sie versprechen, bleibt den meisten verschlossen. Und noch immer ziert Mao Zedong die Banknoten. [mehr]

67. Berlinale

Das Berlinale-Radio

9. bis 19. Februar 2017

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr sind wir wieder vor Ort und berichten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins ist das ... [mehr]