Fr19.05.
19:00 - 21:00

mo-fr, 19:00 - 21:00

radioeins live aus dem Babylon

mit Silke Super

Silke Super © rbb, Jim Rakete

Die Volksbühne nebenan, der Alexanderplatz gleich um die Ecke... Ein perfekter Ort, ins Nachtleben der spannendsten Metropole Deutschlands zu starten.
 
Bands aus aller Welt, Berliner Künstler und Kreative, Stars, Sternchen, Gastronomen und Literaten statten radioeins im Babylon einen Besuch ab - und der Abend kommt ins Rollen.
Wo Sie am Wochenende am besten feiern können, was sich tut in der Berliner Clubkultur und welche Blüten die Berliner Theaterszene gerade wieder treibt, radioeins versammelt die aufregendsten Themen der abendlichen Stadtkultur im Studio im Babylon und live im Radio.
 
Wir schicken Sie hinaus in die pulsierende Berliner Nacht. Und weil Sie nicht überall gleichzeitig sein können, berichten radioeins Reporter live von den wichtigsten Events und Bühnen der Stadt.

20:10

radioeins Nachtclub

Gardenopening im About Blank

Heiko Hoffmann, Chefredakteur vom "Groove"-Magazin, holt regelmäßig internationale DJs nach Berlin und kennt vor allem die Elektronik-Szene sehr gut. Immer freitags stellt uns Heiko Hoffmann einen DJ vor oder gibt uns Party- und Club-Empfehlungen.

Discokugel © imago/blickwinkel
19:37

Interview

I'm Not A Band

Zu Gast im radioeins Studio

Pop, ohne Pop zu sein, elektronisch ohne Elektro zu sein, Hiphop-Elemente ohne Hiphop zu sein, Band ohne Band zu sein: Zwischen entschleunigender Ruhe vor dem Sturm und energetischen Beatentladungen erschaffen "I'm Not A Band" auf ihrem neuen Werk schillerende Klanggewitter aus einer breitgefächerten Vielfalt an musikalischen Welten und Emotionen. Die Geste ist groß, die Melodiebögen eingängig, aber nie vorhersehbar.

I'm Not A Band | Pressebild

Gemäß der eigens auferlegten Vorgabe "Past Forward" markiert das Album den konsequenten, nächsten Schritt der Entwicklung des Duos. So mitreißend der Aufbruch in eine neue Zeitrechnung ist, so logisch ist er. Das zweite Album der beiden Berliner Stephan Jung und Simon Ortmeyer markiert einen Wendepunkt und holt zum ganz großen Schlag aus. Das Verständnis elektronischer Musik ist so modern und innovativ, wie international. "Past Forward" will Pop sein. Popmusik im besten Sinne. Es fordert, ohne zu überfordern. Es verwirrt, aber regt die Phantasie an, verlangsamt in einen Moment, um im nächsten euphorisch auszubrechen, mal melancholisch, mal ungestüm.

Über ein Jahr lang schlossen sich die beiden Köpfe hinter "I'm Not A Band" ein, um den organischen und lebendigen Sound auf "Past Forward" zu kreieren – heraus aus der Wohlfühloase, alte Muster hinter sich lassen, um neuartige Wirkungen zu erzielen. Das Album erzählt von intensiven Gedanken und Erinnerungen: Dinge gehen zu Ende und Neues beginnt, mal voller Euphorie, mal kostet es Überwindung. Und ganz unvermittelt kommen diese Momente, in denen man festgesteckt, irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es gibt kein Vor, kein Zurück und schon gar keinen Ausweg aus dieser Zwischenwelt, die einen gefangen hält.

Heute Abend spielen "I'm Not A Band" im Berliner Lido und Silke Super begrüßte sie vorher im radioeins-Studio im Babylon. [mehr]

19:11

Interview

British Sea Power

Zu Gast im radioeins Studio

British Sea Power waren schon immer eine besondere Band. Sei es, dass das Artwork des neuen Covers dem Dada- und Merz-Künstlers Kurt Schwitters nachempfunden ist, dessen Lautgedichte die Band ja auch bei ihren Live-Shows verwendet; seien es ihre stetigen Stilwechsel und die ständige Neubesinnung auf ihre ganz unterschiedlichen musikalischen Einflüsse; sei es die Mitarbeit an etlichen Soundtracks, darunter die gefeierte Neubearbeitung des ethnofiktionalen Stummfilms „Man Of Aran“, mit der ihnen eine komplette Neuinterpretation gelang. Musik von British Sea Power hat immer etwas ganz Außergewöhnliches an sich.

British Sea Power | Bildquelle: Promobild/Trinity Music

Nun folgt also mit "Let The Dancers Inherit The Party" das sechste echte Studioalbum. „Kennt ihr das Gefühl, an einem Wintermorgen ins Meer zu hüpfen?“, fragt Gitarrist Martin Noble und erläutert: „Wir hoffen, dass das neue Album ähnlich belebend ist. Es soll ein Reset sein und den Kopf freimachen für das, was da kommen mag.“ Die Platte sei mit Sicherheit ihre politischste und vor dem Hintergrund entstanden, dass Politiker die Kunst verfeinert hätten unverfroren zu lügen. Das sei aber kein Grund für Hilfslosigkeit.

British Sea Power haben auf Brexit, Trump und populistischen Quatsch mit ihrem direktesten und musikalisch dichtesten Album geantwortet: „Vielleicht ist an diesem Punkt der Geschichte ein bisschen Klarheit kein Fehler.“ Das wird die Welt nicht verändern, aber vielleicht dient das Quartett damit als Vorbild einfach seine persönliche Haltung dem geballten Unsinn in der Welt entgegenzusetzen. Wie British Sea Power das live umsetzen werden, darf man gespannt abwarten. Auf jeden Fall waren die Shows der Engländer bislang immer etwas Besonderes, und daran wird sich mit Sicherheit auch heute Abend im ausverkauften Berliner Privatclub nichts ändern.

Silke Super begrüßte British Sea Power vor ihrem Konzert im radioeins-Studio im Babylon. [mehr]

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Die Musikanalyse

Prof. Fladt

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