Mo19.06.
16:00 - 19:00

radioeins

mit Sonja Koppitz und Max Spallek

Sonja Koppitz (Foto © radioeins/Schuster)

Krise, Krise, Krise – und es geht uns gut. Denn mit unseren ModeratorInnen bieten wir Ihren anspruchsvollen Ohren nicht weniger als unsere Chefintellektuellen. Einzeln und fein verpackt wechseln sie sich ab und erklären Ihnen die Welt. Egal, ob Mikrokrisen oder Staatsbankrotte, kollabierende Ökosysteme oder psychosoziale Verwerfungen – radioeins begleitet Sie souverän durch alle tagesaktuellen Untiefen in den sicheren Feierabend.

18:22

Harald Martenstein über

Alternative Nobelpreise

Im Herbst wird wieder der alternative Nobelpreis für skurrile Forschung vergegeben. Leider berichten unsere Medien zu sparsam darüber - meint Harald Martenstein und widmet sich deshalb dem Thema.

Harald Martenstein © dpa - Bildfunk

Der Kult-Kolumnist Harald Martenstein macht sich in seiner Kolumne Gedanken um Nebensachen und Alltäglichkeiten...

18:11

"Aufklären und Einmischen"

Initiative "NSU Watch" in Berlin ausgezeichnet

Ein Prozess, der nun schon über vier Jahre dauert - 367 Verhandlungstage lang. Die Beweisaufnahme ist fast abgeschlossen, aber immer wieder gibt es Befangenheitsanträge. Gegen Gutachter und zuletzt sogar gegen alle Richter. Man blickt kaum noch durch im NSU Prozess.

Schilder am Gebäude des Oberlandesgerichts in München © imago/imagebroker/bail

Der Kern der Arbeit von NSU Watch ist die Beobachtung des Strafprozesses am Oberlandesgericht in München. Jeder Verhandlungstag im Gerichtssaal wird verfolgt, über Twitter (@nsuwatch) darüber berichtet und detaillierte Protokolle dazu erstellt.

Für ihre Arbeit wurde die Initiative heute in Berlin im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprechen darüber mit Ulrich Jentsch, dem Koordinator von NSU Watch.

17:38

"Permanentes Pulverfass"

Krawalle in der Rigaer Straße

In der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain hat es am Wochenende erneut Krawalle gegeben. Dutzende Demonstranten griffen die Polizei mit Steinen und Böllern an. Der CDU-Innenpolitiker Dregger warf dem rot-rot-grünen Senat Ideenlosigkeit vor, wenn es um Linksautonome gehe. Auch die Gewerkschaft der Polizei forderte den Senat auf, Farbe zu bekennen.

Polizisten, verbrannte Autos, die Reste einer Barrikade und herumliegende Pflastersteine sind am 17.06.2017 in Berlin in der Rigaer Straße zu sehen © dpa/Maurizio Gambarini

Nach Angaben der Polizei haben in der Nacht von Freitag auf Samstag, kurz nach Mitternacht, 40 bis 60 Vermummte ein Feuer entzündet und Pflastersteine herausgerissen. Eintreffende Polizisten seien sofort mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden, auch Autos und Mülltonnen gingen in Flammen auf. Vier Beamte wurden verletzt. Die Randalierer hatten im Vorfeld Straßenlaternen beschädigt, um für Dunkelheit zu sorgen. Der Pilot eines Polizeihubschraubers wurde mit einem Laserpointer geblendet. Vier Personen wurden festgenommen.

Auch in der Nacht auf Sonntag wurden in der Rigaer Straße wieder mehrere Autos beschädigt. An drei Fahrzeugen wurden die Scheiben eingeschlagen.

Im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses ging es heute um die Angriffe von linksextremen Gewalttätern auf die Polizei in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain. Innensenator Geisel bezeichnete die Täter als "brutale Gangster". Seit Jahresbeginn hätten die linksextremen Gewalttäter ihre Aktionen und die Konfrontationen mit der Polizei deutlich verstärkt, sagte Geisel im Innenausschuss. Darauf habe die Polizei reagiert. Geisel kündigte einen Dialog mit den friedlichen Anwohnern und Polit-Aktivisten an. Unter Leitung von Stadtentwicklungssenatorin Lompscher wolle man mit ihnen über die Stadtveränderung durch steigende Mieten sprechen.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprechen darüber mit Hakan Taş, dem Innenpolitischen Sprecher der Berliner Linkspartei.

17:20

Aktuell

Wie wird's Wetter?

Ein Mann geht im strömenden Regen an einer Plakatwand mit leicht bekleideten Models vorbei © dpa - Bildfunk

Hagelschlag oder Sonnenschein: Die Meteorologen von donnerwetter.de präsentierten den radioeins-Hörern, wie das Wetter in Berlin und Brandenburg wird. [mehr]

17:13

Schöner Lesen

Die radioeins-Bücherliste

Vergessen Sie die großen Bestsellerlisten

Für viele ist die Spiegel-Bestsellerliste das Nonplusultra. Sollen sie mal machen. Wir fragen lieber Buchläden in Berlin, Potsdam, Cottbus, Frankfurt/Oder, Brandenburg und Rheinsberg, welche Bücher sich gut verkaufen. Das Ergebnis: Die radioeins Bücherliste.

Schöner Lesen: Eine Frau liest vor einem Plakat mit einem aufgefächerten Buch © dpa - Bildfunk

Neu auf Platz 6 der radioeins-Bücherliste „Fay“ von Larry Brown. Eine Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche. Das ist alles, was Fay ihr Eigen nennt, als sie die Waldhütte verlässt. Weg von ihrem gewalttätigen Vater, immer Richtung Küste. Was ihr auf dem Weg in die vermeintliche Glückseligkeit alles passiert, schildert Brown auf über 600 Seiten.

Christian Koch aus der Krimibuchhandlung „Hammett“ in Berlin-Kreuzberg hat „Fay“ für radioeins gelesen und spricht mit Sonja Koppitz und Max Spallek darüber. [mehr]

16:41

Wissen - Denken - Meinen

Grüne verabschieden Wahlprogramm und tanzen auf der Bühne

Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl beschlossen - der Parteitag ging gestern nach drei Tagen in Berlin zu Ende. Sie setzen im Wahlkampf vor allem auf den Klimaschutz, eine humane Flüchtlingspolitik und die Ehe für Schwule und Lesben. Die Grünen bekräftigten, sie wollen bei der Wahl am 24. September drittstärkste Kraft werden und mitregieren. Eine konkrete Koalitionsaussage haben sie aber vermieden.

Die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt (li.) und Cem Özdemir © dpa/Kay Nietfeld

Nach der Abschlussveranstaltung des Grünen-Parteitags wurde zu der Melodie von Nenas "irgendwie, irgendwo, irgendwann" getanzt. Der Vorstand und die Delegierten lachten, alle hatten gute Laune und auch die Grünen Spitzenkandidaten Göring-Eckardt und Özdemir schienen erleichtert und das, obwohl die Umfrageergebnisse für die Grünen weiterhin bei nur sieben Prozent liegen.

Die Grünen feiern sich plötzlich wieder. Was ist da los? Ist die grüne Euphorie vielleicht sogar gerechtfertigt? Ein Kommentar von Harald Welzer.

16:15

Der radioeins Talk

Helge Schneider in der Hörbar Rust

Der Tausendsassa kommt in Mühlheim an der Ruhr zur Welt. Mit 5 sitzt der Junge - offenbar freiwillig - erstmals am Klavier, im Alter von 12 kommt das Cello hinzu. Mit 15 fliegt er von der Schule ... [mehr]

Bettina Rust und Helge Schneider © radioeins/Nina Klippel

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Die passende Musik zu wirklich jedem Thema

Sarah Bosetti © Daniel Hoth

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