Stand vom 02.09.2010, 06:00
Startschuss für die 50. Funkausstellung
Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet am Abend die Internationale Funkausstellung in Berlin. Die weltweit führende Messe für Unterhaltungselektronik wird auch in diesem Jahr von neuen Flachbild-Fernsehern dominiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet am Donnerstagabend die 50. Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin. Zum traditionellen Gala-Dinner im Palais am Funkturm werden auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Berlins Messechef Raimund Hosch erwartet. Im Sommergarten spielt die britische Indie-Band The Kooks.
Ab Freitag öffnet die nach Veranstalterangaben weltweit führende Messe für Unterhaltungselektronik dann ihre Türen für alle Besucher. Bis zum 8. September präsentieren mehr als 1400 Hersteller ihre Produkte.
IFA im Zeichen von Hybrid-TV
Die Messehallen werden auch in diesem Jahr wieder von Flachbild-Fernsehern dominiert. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die 3-D-Technik und eine verbesserte Bildqualität. Ein weiteres Thema ist das sogenannte Hybrid-TV, das die Nutzung von Internet-Diensten mit dem Fernseher ermöglichen soll.
Schon vor der offiziellen Eröffnung melden sich am Donnerstag die Elektronik-Hersteller zu Wort. Branchengrößen wie Samsung, Sharp und Philips präsentieren der Presse im Laufe des Tages die neuesten Trends. Auch Hausgeräte-Hersteller wie Electrolux und Severin wollen neue Produkte vorstellen.
IFA wächst im 50. Jubiläumsjahr zweistellig
Auf der nach Veranstalterangaben weltweit größten Schau für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik sowie Elektrohausgeräte präsentieren von Freitag bis 8. September mehr als 1400 Aussteller ihre Produkte. Das ist nach Messe-Angaben gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 22 Prozent.
Die vermietete Fläche wuchs im Vergleich zu 2009 um elf Prozent auf nunmehr 134.400 Quadratmeter. Damit sei die IFA größer als je zuvor, sagte Messe-Berlin-Chef Christian Göke am Mittwoch.
Tag der Entscheidung für Karstadt
Kommt es zu einer Einigung mit dem Investor oder droht die Zerschlagung? Das Schicksal des Warenhaus-Konzerns Karstadt soll am Donnerstag besiegelt werden. Die Verhandlungen finden in London statt.
Nach monatelangen Verhandlungen soll am Donnerstag endgültig über die Zukunft der insolventen Warenhauskette Karstadt entschieden werden.
Die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet sollen in London nach diversen erfolglosen Versuchen niedrigeren Mieten für die Warenhäuser zustimmen. Dies war eine Bedingung des Karstadt-Investors Nicolas Berggruen für seinen Einstieg. Gelingt keine Einigung, wäre der Kaufvertrag mit Berggruen nichtig. Karstadt drohte dann die Zerschlagung.
Frist endet um Mitternacht
86 der 120 Karstadt-Warenhäuser vermietet das Konsortium Highstreet, hinter dem unter anderem die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank stehen. Entscheidend wiederum ist das Einlenken der Highstreet-Kreditgeber, die dem Konsortium Geld geliehen haben. Sollten sie den niedrigeren Mieten zustimmen, nähmen sie dmit eine geringere Rendite in Kauf. Die Frist für eine Einigung läuft um Mitternacht ab.
Eine Chance auf eine Übernahme von Karstadt rechnet sich allerdings auch noch der Mailänder Kaufhaus-Unternehmer Maurizio Borletti aus, sollte der Berggruen-Einstieg scheitern. Bisher hatte Insolvenzverwalter Görg jedoch die Offerte abgelehnt, da Borletti sein Ansinnen zu spät vorgetragen habe.
Daimler lässt Mercedes-Vertrieb in Berlin
Der Vertrieb von Mercedes-Benz Deutschland wird nun doch nicht nach Stuttgart verlagert. Nach Unternehmensangaben bleiben die etwa 1200 Mitarbeiter in Berlin.
Der Automobilkonzern Daimler verlagert den Vertrieb von Mercedes-Benz Deutschland nun doch nicht nach Stuttgart.
Einen entsprechenden Pressebericht bestätigte das Unternehmen am Mittwoch. Ursprünglich sollte der Vertrieb mit seinen rund 1200 Mitarbeitern aus Kostengründen Berlin verlassen.
Der Standort am Potsdamer Platz steht dem Sprecher zufolge aber dennoch auf der Kippe. Möglich sei ein neuer Standort in Berlin oder am Rande der Stadt. Der bestehende Mietvertrag läuft bis Ende 2012. In rund vier Wochen will der Betriebsrat mit dem Unternehmen eine Betriebsvereinbarung ausgehandelt haben.
Die Hauptstadt werden jedoch rund 300 Beschäftigte der Finanzdienstleistungssparte verlassen, weil die Zentrale nach Stuttgart verlagert wird. Etwa 100 Mitarbeiter der Sparte bleiben in Berlin. Gegen die Sparpläne der Konzernspitze waren in den vergangenen Monaten immer wieder Daimler-Beschäftigte auf die Straße gegangen.
Entwurf für Brandenburger Vergabegesetz
In den Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl war das Vergabegesetz ein zentrales Vorhaben. Nun liegt ein Entwurf vor - und fordert bei öffentlichen Aufträgen Tariftreue und Mindestlöhne.
Brandenburgs Wirtschaftsministerium hat einen Entwurf für ein Vergabegesetz vorgelegt. Wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte, sollen öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen vergeben werden, die ihren Beschäftigten einen Bruttolohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde zahlen. Dies gelte sowohl für in- als auch für ausländische Firmen.
Der Entwurf enthält den Angaben zufolge zudem eine Regelung zur Tariftreue in Nahverkehrsunternehmen. Damit soll gesichert werden, dass bei der öffentlichen Vergabe von Nahverkehrsleistungen die in Brandenburg üblichen Tariflöhne gezahlt werden.
Das Vergabegesetz war bei den Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl eines der zentralen Vorhaben der rot-roten Regierung. Damit sollen den Angaben zufolge Dumpinglöhne verhindert werden. Das Ministerium geht davon aus, dass das Gesetz Ende des Jahres dem Kabinett zugeleitet werden kann.
Beginn des neuen Lehrjahrs
Tausende Jugendliche sind am Mittwoch ins Berufsleben eingestiegen. Zugleich sind in Berlin laut Bundesagentur für Arbeit noch immer rund 5200 Schulabgänger ohne Lehrstelle - trotz 2600 offenen Ausbildungsplätzen.
Für tausende Jugendliche in Berlin und Brandenburg hat am Mittwoch offiziell der Start ins Berufsleben begonnen. Viele Betriebe begrüßten die neuen Azubis traditionell zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September.
So wurden bei Siemens, dem größten Industrie-Arbeitgeber in Berlin, insgesamt 300 Jugendliche eingestellt. Beim Energie-Versorger Vattenfall hatten sich über 4000 Schulabgänger auf die rund 100 Ausbildungsplätze beworben.
Trotz insgesamt entspannterer Lage als in den vergangenen Jahren sind in Berlin laut Bundesagentur für Arbeit noch immer rund 5200 Jugendliche ohne Lehrstelle. Dem stehen rund 2600 offene Ausbildungsplätze gegenüber.