Stand vom 02.09.2010, 12:00
Razzia in Berlin wegen Steuerhinterziehung
Sieben Mitarbeiter einer Berliner Spirituosenfirma stehen im Verdacht, in Millionenhöhe Steuern hinterzogen zu haben. Donnerstagmorgen durchsuchten Polizei und Zoll insgesamt 14 Büros, Lager und Wohnungen.
Zoll-Fahndern in Berlin ist ein Schlag gegen den Schwarz-Handel mit Schnaps gelungen.
Bei einer Großrazzia wurden am Donnerstag insgesamt 14 Wohnungen, Geschäfte und Lager durchsucht. Im Hauptlager in der Freiheit in Berlin-Spandau beschlagnahmten die Beamten mehr als 230 Paletten mit Wodka und anderen Spirituosen.
Sieben Männer wurden festgenommen.Vier von ihnen seien bereits mit Haftbefehl gesucht worden, sagte der Sprecher des Zoll-Fahndungs-Amts, Norbert Scheidhauer,der rbb-Welle Radio Berlin 88,8. Sie sollen noch am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
Den Männern wird vorgeworfen, Steuern hinterzogen zu haben. Sie hätten vorgegeben, alkoholische Getränke nach Osteuropa zu exportieren. Tatsächlich blieben die Getränke aber in Berlin. Mit Hilfe fingierter Zollpapiere hätten die Verdächtigen dann etwa 17 Millionen Euro an Umsatzsteuer vom Finanzamt rückerstattet bekommen.
Berliner gewinnt knapp 14 Millionen Euro
Gleich doppeltes Lotto-Glück hatte ein Berliner aus Lichtenberg: Da in der Gewinnklasse II kein Gewinner ermittelt werden konnte, strich er neben dem Jackpot zusätzliche 1,2 Millionen Euro ein.
Ein Berliner hat am Mittwoch den Lotto-Jackpot in den beiden ersten Gewinnklassen geknackt.
Nach Angaben der Deutschen Klassenlotterie Berlin (DKLB) vom Donnerstag gewann der Spieler damit insgesamt rund 13,9 Millionen Euro.
Der Lichtenberger habe im Spiel 6 aus 49 mit seinen sechs Richtigen plus Zusatzzahl gleich doppeltes Glück gehabt. Für das Knacken des Jackpots erhielt er 12,6 Millionen Euro.
Da in der Gewinnklasse II kein Gewinner habe ermittelt werden können, werde dieser Gewinn ebenfalls der ersten Klasse zugeschlagen. Das bedeute zusätzliche 1,2 Millionen Euro. Der Mann ist den Angaben zufolge der dritte Millionengewinner in Berlin in diesem Jahr.
Hohe Haftstrafe für Uwe K. gefordert
Ein mutmaßlich rückfällig gewordener Kinderschänder soll für weitere 13 Jahre ins Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung im Fall Uwe K. fordert Freispruch.
Im Prozess gegen einen mehrfach rückfällig gewordenen Sexualstraftäter sind am Donnerstag die Plädoyers gehalten worden.
Die Berliner Staatsanwaltschaft forderte für den 46-Jährigen eine Haftstrafe von 13 Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung.
Die Anklagebehörde geht davon aus, dass sich der Mann in seiner Spandauer Wohnung an insgesamt 5 Kindern verging. Die Taten seien trotz engmaschiger Aufsicht der Polizei und strenger Auflagen passiert.
Die Verteidigung forderte dagegen den Freispruch des Angeklagten. Die Aussagen der mutmaßlichen Missbrauchsopfer seien nicht glaubwürdig, hieß es.
Der Fall hatte eine bundesweite Debatte über den Umgang mit Sexualstraftätern ausgelöst. Der Mann war im Jahr 2007 in Brandenburg an der Havel aus der Haft entlassen worden, weil er wegen einer Gesetzeslücke nicht in Sicherungsverwahrung genommen werden konnte. Im Dezember 2009 kam Uwe K. in Berlin wieder in Untersuchungshaft.
Weiterhin Pendelverkehr auf der S1
Nachdem ein Sattelschlepper am Mittwoch eine Brücke am Teltower Damm gerammt hat, pendelt die S1 nur noch im 20-Minuten-Takt. Wie lange die Einschränkung andauert, ist noch nicht absehbar.
Die Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn-Linie 1 dauern an.
Nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH verkehren die Züge zwischen den Bahnhöfen Zehlendorf und Wannsee weiterhin nur im 20 Minuten Takt.
Am Mittwoch war ein Sattelschlepper unter der Bahnbrücke am Teltower Damm stecken geblieben und hatte diese stark beschädigt. Der Lkw hatte sich am Nachmittag unter einer Brücke am S-Bahnhof Zehlendorf festgefahren. Der Lastwagen hatte einen Bagger geladen, der sich in die Brücke-Kostruktion bohrte.
Es sei nicht auszuschließen, dass die Statik der Brücke beeinträchtigt worden sei, so die Bahn am Donnerstag. Durch den einseitigen Pendelverkehr wolle man die Belastung so gering wie möglich halten.
Wie lange die Einschränkung andauern werde, sei noch nicht absehbar.
Pegel an Pulsnitz und Elster steigen erneut
Noch keine Entwarnung im Süden Brandenburgs: An den Flüssen Pulsnitz und Schwarze Elster ist erneut die Hochweasserwarnstufe 1 ausgerufen worden. Grund sei die hohe Sättigung des Bodens mit Wasser.
Im Süden Brandenburgs hat die Hochwassergefahr an den Flüssen Pulsnitz und Schwarze Elster am Donnerstag wieder zugenommen.
Nach Angaben des Hochwasserzentrums in Cottbus gilt an der Pulsnitz zwischen der Landesgrenze zu Sachsen und der Mündung in die Schwarze Elster wieder Alarmstufe 1.
An der Schwarzen Elster in Herzberg (Elbe-Elster) könnte sogar Stufe 2 erreicht werden. Grund sei die hohe Sättigung des Bodens mit Wasser.
An der Spree gilt zwischen Leibsch und Schwielochsee sowie an der Müggelspree bis zur Berliner Landesgrenze Stufe 1.
150 Haushalte in Karlshorst ohne Gas
Im Berliner Stadtteil Karlshorst ist die Gasversorgung zum Teil unterbrochen. Ursache sei eine zuvor geplatzte Wasserleitung, erklärte der zuständige Versorger. Betroffen sind 150 Haushalte.
Rund150 Haushalte im Berliner Stadtteil Karlshorst sind seit Mittwoch von der Gasversorgung abgeschnitten.
Als Grund dafür nannte die Netzgesellschaft NBB, dass im Bereich der Treskowallee Wasser in die Gasleitungen eingedrungen sei. Ursache sei eine zuvor geplatzte Wasserleitung.
Gefahr für die Anwohner bestehe nicht, erkärte NBB-Sprecher Studzinski am Mittwoch. Es könne aber auch kein Gas an die Haushalte geliefert werden. Zunächst würden die Stellen lokalisiert, an denen sich das Wasser angesammelt habe. Diese müssten dann freigeschaufelt und angebohrt werden, damit das Wasser abfließen könne.
Bis der Schaden behoben ist, könnte es in einigen Fällen mehrere Tage dauern, hieß es.
Verkehr auf der A2 rollt wieder
Nach Unfällen in der Nacht zu Donnerstag war es auf der A2 zu massiven Verkehrsbehinderungen gekommen. Der Stau reichte zeitweise bis Theesen in Sachsen-Anhalt. Inzwischen rollt der Verkehr wieder.
Auf der Autobahn A2 in Richtung Berlin ist es am Donnerstagvormittag zweitweise zu massiven Verkehrsbehinderungen gekommen.
Nach mehreren Unfällen war die Fahrbahn zwischen Ziesar und Wollin im Landkreis Potsdam Mittelmark am Morgen voll gesperrt worden. Seit Mittag rollt der Verkehr wieder.
In der Nacht waren zunächst sechs Fahrzeuge zusammengestoßen, darunter auch ein Lastwagen, der Autos transportierte. Kurz darauf fuhren drei weitere Lkw in die Unfallstelle. Vier Menschen wurden verletzt.
Der Stau reichte zeitweise bis zur Anschlussstelle Theesen in Sachsen-Anhalt.