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Donnerstag, 2. September, 08:00 Uhr

Regionalnachrichten Cottbus

Nachrichten aus der Region Cottbus vom 02.09.2010

Hochwasser verzögert Sanierung der Talsperre Spremberg
Das anhaltende Spree-Hochwasser verzögert die Sanierung der Talsperre Spremberg. Mit der Wiederaufnahme der Arbeiten sei erst nach dem 15. oder 20. September zu rechnen, wie ein Experte des Landesumweltamtes schätzt. Gegenwärtig werde eine Wassermenge von rund 40 Kubikmetern pro Sekunde aus der Talsperre in den Unterlauf der Spree nach Cottbus und in den Spreewald abgegeben. Dieser etwa vierfach erhöhte Abfluss bleibe noch mindestens bis zur Monatsmitte konstant und sorge in Cottbus für einen Pegelstand der Spree von etwa zwei Metern. Grund seien die Niederschläge in den vergangenen Tagen und die fast verdoppelte Wasserzufuhr aus der Talsperre Bautzen.

Hochwasserkosten geringer als erwartet
Die Kosten, die das Hochwasser an Spree und Neiße im August verursacht haben, fallen für Brandenburg und Sachsen geringer aus als erwartet. Der Bund wolle die Einsatzkosten von Hilfskräften wie dem Technischen Hilfswerk nicht in Rechnung stellen, berichtet die «Märkische Oderzeitung». Es handle sich um etwa eine halbe Million Euro, so das Blatt.

Tödlicher Verkehrsunfall
Ein Autofahrer aus Tettau ist nach einem schweren Unfall auf der B 169 zwischen Ruhland und Lauchhammer ums Leben gekommen. Der 61-Jährige war nach Polizeiangaben gestern Nachmittag mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem anderen Auto zusammengeprallt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Seine 68 Jahre alte Beifahrerin wurde in dem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sie kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Die Fahrerin des zweiten Autos aus Allmosen wurde ebenfalls mit Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Positive Auftragslage für Handwerker
Für das Handwerk der Region ist die Finanzkrise nach eigener Einschätzung "Geschichte und ein Stück weit bewältigt". Das geht aus der ersten gemeinsamen Umfrage der Brandenburger und Berliner Handwerkskammern hervor. Die Auftragslage wird laut dem Vize-Hauptgeschäftsführer der Cottbuser Handwerkskammer, Freimann, insgesamt positiv bewertet. Probleme bereitet demnach die Entwicklung der Umsätze. Vielfach seien die Aufträge nur mit Zugeständnissen beim Preis erobert worden. An der Umfrage hatten knapp 1.500 Unternehmen aus den Kammerbezirken Berlin, Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus teilgenommen.

Energie Cottbus hat Torwart-Problem
Energie Cottbus kämpft in der Länderspielpause mit einem unerwarteten Torwart-Problem. In Thorsten Kirschbaum hat Trainer Wollitz bei den Trainingseinheiten derzeit nur einen einzigen Keeper zur Verfügung. Wegen der Personalnot soll Torwart-Trainer Ronny Zeiß aushelfen, um einen geordneten Übungsbetrieb zu gewährleisten.

Fliegerbombe entdeckt
Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei Feldarbeiten zwischen Neupetershain-Nord und Lindchen entdeckt worden. Es gelang den Spezialisten des Munitionsbergungsdienstes gestern nicht, den etwa 100 Kilogramm schweren Sprengkörper zu entschärfen. Deshalb wurde die Bombe gesprengt. Zur Sicherheit mussten die Bewohner von sieben Häusern innerhalb einer 1.000-Meter-Sperrzone ihre Wohnungen kurzzeitig verlassen. Die B 169 wurde eine halbe Stunde lang gesperrt.

Brandenburgische Künstler mit Benfiz-Aktion für Chile
Brandenburgische Künstler wollen die Opfer des Erdbebens in Chile vor sechs Monaten mit einer Benefiz-Kunstauktion unterstützen. Versteigert werden sollen rund 40 Werke, darunter Arbeiten der Cottbuser Künstler Hans Scheuerecker und Rudolf Sittner. Mit dem Erlös soll der Aufbau einer Grundschule in Chile finanziert werden. Das Erdbeben Ende Februar verursachte Schätzungen zufolge Schäden in Höhe von rund 30 Milliarden Dollar. Rund eine halbe Million Wohnungen wurden zerstört oder schwer beschädigt, etwa 350 Menschen kamen ums Leben. Die Benefizauktion wurde von Chilenen initiiert, die in Brandenburg leben. Beginn ist um 18 Uhr im Kunstmuseum Dieselkraftwerk.

Cottbuser Obenkino erhhält Kinoprogrammpreis
Für sein profiliertes und individuelles Programm ist das Cottbuser Obenkino mit dem Kinoprogrammpreis des Medienboards Berlin-Brandenburg geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Weitere Preisträger aus der Region sind der Weltspiegel in Finsterwalde und das Spreekino in Spremberg. Durch die Preisverleihung des Medienboards führten der Schauspieler Jürgen Vogel und radioeins-Kinoexperte Knut Elstermann.

interne Verweise:
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