Stand vom 02.09.2010, 06:00
Neue Revue im Friedrichstadtpalast
Die acht Millionen Euro teure Show "Yma" feiert in Berlin ihre Premiere. Für die Revue, die rund 100 Artisten, Tänzer und Musiker auf der Bühne vereint, wurden bereits mehr als 100.000 Eintrittskarten vorbestellt.
Mit "Yma" hat am Donnerstagabend im Berliner Friedrichstadtpalast die neue Revue des Hauses Premiere. Die acht Millionen Euro teure Show vereint nach Angaben von Intendant Berndt Schmidt rund 100 Künstler auf der Bühne, darunter Artisten, Tänzer und Musiker. Bislang sind für die in den nächsten Monaten en suite gespielte Revue bereits rund 110.000 Tickets vorbestellt worden.
Die Kostüme wurden laut Schmidt von dem Berliner Designer Michael Michalsky entworfen, für das Bühnenbild zeichnete das Büro Circus of Now verantwortlich. Am 31. Oktober feiert im Friedrichstadtpalast zudem die neue Kinderrevue "Träume brauchen Anlauf - eine Weltreise durch Berlin" ihre Premiere.
Das Revuetheater an der Friedrichstraße wurde im April 1984 eröffnet. Sein Vorgängerbau befand sich bis Anfang der 80er Jahre in direkter Nachbarschaft des Berliner Ensembles am Schiffbauerdamm.
Auftakt zum Berliner Musikfest
Das Budapester Keller-Quartett präsentiert die "Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach. Im Mittelpunkt des dreiwöchigen Festivals stehen aber die Komponisten Pierre Boulez und Luciano Berio.
Mit einer Hommage an Johann Sebastian Bach wird am Donnerstag das diesjährige Berliner Musikfest eingeläutet. Das Budapester Keller-Quartett präsentiert zum Auftakt Bachs "Kunst der Fuge". Zum offiziellen Eröffnungskonzert am Freitag spielt dann das London Symphony Orchestra unter Leitung von Daniel Harding Werke von Pierre Boulez und Luciano Berio. Diese beiden Komponisten stehen im Mittelpunkt des Musikfestes.
Bis zum 21. September führen 27 Orchester, Ensembles und Chöre in der Philharmonie die zentralen Werke des Franzosen und des Italieners auf. Die beiden gehören zu den führenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Der 85-jährige Boulez wird auch selbst die Berliner Philharmoniker dirigieren.
Beim Musikfest sind in 24 Konzerten mehr als 60 Werke von etwa zwei Dutzend Komponisten zu hören - unter anderem auch von Igor Strawinsky, Béla Bartók und Alban Berg. Neben dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor und den vier prominenten Berliner Orchestern werden auch das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das Bayerische Staatsorchester und die Bamberger Symphoniker in Berlin gastieren.
Grit Poppe erhält Literaturpreis
Für ihren Roman "Weggesperrt" wird die brandenburgische Autorin Grit Poppe mit dem Gustav-Heinemann-Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Jugendliteratur mit friedenspolitischem Inhalt.
Die brandenburgische Autorin Grit Poppe erhält für ihren Roman «Weggesperrt» den diesjährigen Gustav- Heinemann-Preis für Kinder- und Jugendliteratur.
Das teilte die nordrhein-westfälische Jugendministerin Ute Schäfer (SPD) am Donnerstag mit. Poppe habe einen fesselnden zeitgeschichtlichen Roman für Jugendliche geschaffen, der ein "realistisches Bild des rigiden Regimes der ehemaligen DDR vermittelt", hieß es in der Jury- Entscheidung.
Die renommierte, mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Jugendliteratur mit friedenspolitischem Inhalt. Der Preis wird am 27. September in Essen verliehen.
Neues Museum begrüßt millionsten Besucher
Weniger als ein Jahr nach seiner Wiedereröffnung hat das Neue Museum in Berlin bereits seinen einmillionsten Besucher begrüßt. Das Gebäude wurde von David Chipperfield wieder aufgebaut und am 16. Oktober 2009 eröffnet.
Knapp elf Monate nach seiner Wiedereröffnung ist im Neuen Museum in Berlin am Mittwoch der einmillionste Gast begrüßt worden.
Jubiläumsbesucher Harald Fuchs (48), der aus der Nähe von Erlangen kommt, erhielt ein Buch und einen Blumenstrauß, teilte das Museum mit. Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Eissenhauer, überreichte ihm das Geschenk und führte ihn durch das Haus auf der Museumsinsel.
Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden und stand Jahrzehnte leer. Es wurde von dem britischen Architekten David Chipperfield wieder aufgebaut und am 16. Oktober 2009 eröffnet. Es gilt als Hauptwerk des Architekten und Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler.
"Der Turm" im Kleist Forum
Das Theaterstück von Uwe Tellkamp kommt in der kommenden Saison in Frankfurt (Oder) auf die Bühne. Die Inszenierung des Potsdamer Hans Otto Theaters steht für den 11. Februar 2011 auf dem Spielplan.
Das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) bringt in der neuen Saison ein Theaterstück nach dem Roman "Der Turm" von Uwe Tellkamp auf die Bühne. Die Inszenierung des Potsdamer Hans Otto Theaters wird am 11. Februar 2011 zu sehen sein, wie die Messe und Veranstaltungs GmbH am Mittwoch ankündigte.
Neues Partnertheater ist das Berliner Schlosspark-Theater von Dieter Hallervorden. Weil der erste Vorstellungstermin des "Socken Opus 124" mit Hallervorden und Ilja Richter am 14. November bereits ausverkauft ist, wurde für denselben Tag eine zusätzliche Vorstellung anberaumt.
In der benachbarten Konzerthalle erwartet die Besucher in der kommenden Spielzeit ein buntes Programm von Klassik bis Jazz. So wird es am zweiten Weihnachtstag zum 35. Geburtstag der Sauer-Orgel ein Jubiläumskonzert mit dem Titel "Orgelimprovisationen zum Jahresausklang" geben.