Über zehn Jahre dauerte es, bis Junip aus Göteborg ihr Debütalbum „Fields“ herausgebrachte. Schuld daran war der Erfolg ihres nicht ganz unbekannten Sängers Jose Gonzáles. Mit seinen beiden Soloalben erspielte er sich eine große Fangemeinde und war ständig auf Tour – rund um den Globus. Nun aber hat er endlich Zeit gefunden für seine langjährige Band. "Es fühlt sich an, als hätten wir uns einen Teenager-Traum erfüllt", verriet González in einem Interview. Dass Junip wirklich eine Herzensangelegenheit ist, das konnte man am 31. Mai 2011 im Astra Kulturhaus live und hautnah miterleben: Großartig, wie die 5 Musiker sich und die Zuschauer an diesem Abend in andere Sphären spielten.
Eine Performance - irgendwo zwischen Folk, Soul und Krautrock: Ein psychedelisches Keyboard lud zum Träumen ein, erdige Gitarren und ein wabernder Bass vibrierten durch den Körper, das treibende Schlagzeug forderte zum Tanzen heraus und über allem schwebte das melancholisch-scheppernde Timbre von Jose Gonzáles. Passend dazu funkelten schöne Lichterspiele durch den Saal vom Astra und auf einer Leinwand im Hintergrund der Bühne war das aktuelle Albumcover von Junip zu sehen: Eine kubistische Wolkenlandschaft, die von Sonnenstrahlen durchbrochen wird. Den Soundtrack zu diesem Bild hören sie heute Abend ab 23 Uhr in den Winternachtskonzerten…